Mai 2013

Titelblatt

S. 16
Gedenket in euren Gebeten der Kirche in Syrien - Ein Interview mit einem Prälaten der katholischen Melkiten in Syrien

Der maronitisch-katholische Erzbischof
von Damaskus brachte den Druck auf die Christen angesichts eines sinnlosen Krieges vor einigen Wochen wie folgt auf den Punkt: „Soll man den Christen raten zu bleiben und
sie in den Tod schicken?… Die Liste unserer Martyrer wird immer länger … Doch wenn wir ihnen raten zu gehen, dann gibt es in diesem biblischen Land bald keine Christen mehr“.
Auf dieses Dilemma gibt es nur eine Antwort: „Wir müssen uns Gott anvertrauen“, so der Erzbischof, und die Menschen mit den Worten Jesu trösten: „Habt keine Angst… ich bin bei
euch!“. Die Christen in Syrien stehen vor der Wahl: „Sterben oder Gehen“.
Die Kirchliche Umschau sprach mit einem Prälaten der byzantinisch-katholischen Kirche (Melkiten) in Syrien, der viele Jahre im deutschsprachigen Raum tätig war.

S. 10
Papst empfiehlt überlieferte Gebetsübung der „Drei Ave“

Die Übung der „drei Ave Maria“ ist heute nicht mehr sehr bekannt. Deren Ursprung wird zumeist der hl. Mechthild (1241-1299) zugeschrieben. Der heiligen Mystikerin wurde mitgeteilt, daß denjenigen Seelen, die täglich drei Ave Maria zu Ehren der Vorzüge, die der Dreieinige Gott der allerseligsten Jungfrau verliehen hat, beten, die Gnade der Beharrlichkeit im Guten und die eines seligen Todes erlangen.

S. 22
Gender-Mainstreaming - Was ist das?

Unter der umfangreichen Literatur zum Thema Gender-Mainstreaming verdient es das Sachbuch „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Irrtümer der Gender Ideologie“ den Lesern der Kirchlichen Umschau in Grundzügen dargestellt zu werden.
Manfred Spreng – Harald Seubert (herausgegeben von Andreas Späth): Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie. 124 Seiten. 3.überarbeitete Auflage. Ansbach 2013 (Logos Editions). EUR 6,90

S. 26
Zum Glauben an Gott gibt es keine vernünftige Alternative

In allen Ländern der europäischen Zivilisation hat eine Entwicklung vom unbestrittenen Gottesglauben des Mittelalters über den Deismus der Aufklärung zum Naturalismus und Atheismus sowie Nihilismus des 19. und 20. Jahrhunderts stattgefunden. Wie kam es dazu?

S. 4
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Im aktuellen Monat legen uns die kirchlichen Maiandachten insbesondere die Verehrung der Gottesmutter ans Herz, die wir Katholiken eifrig pflegen sollen. Am 13. Mai hat der Heilige Vater sein Pontifikat in Fatima ihrem unbefleckten Herzen weihen lassen. Diesem Akt der Ganzhingabe sollten wir uns anschließen. Verehren wir Maria? Vertrauen wir auf ihre Fürbitte? Befolgen wir ihre Aufforderung zu Gebet und Buße? Ist die Teilnahme an der Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers – unter dem Maria stand – der Mittelpunkt unserer Religion? Beten wir den Rosenkranz? Ahmen wir Mariens Tugenden nach? Verehren wir ihre Gnadenorte?

S. 5
Gott zuerst gedankt

Zwei schiffbrüchige Fischer aus dem Pazifikstaat Kiribato sind vier Wochen verloren auf hoher See getrieben, bevor sie gerettet werden konnten. 26 Tage trieben sie auf hoher See. Sie konnten sich nur durch rohen Fisch und aufgefangenes Regenwasser am Leben erhalten. Ein Fischereiboot konnte die beiden 20 und 40 Jahre alten Männer 700 Kilometer von ihrer Heimatinsel entfernt aufnehmen. Nachdem die Retter den beiden etwas zu trinken und essen gegeben hatten, war die erste Bitte der Männer, die Schiffskapelle besuchen zu können. Dort beteten sie stundenlang und dankten für ihre Rettung.

S. 5
Zwei Päpste im Vatikan

Zwei Monate nach der Niederlegung des Obersten Hirtenamtes ist der emeritierte Papst in den Vatikan zurückgekehrt. Der regierende Pontifex begrüßte seinen Vorgänger an der Pforte zum Kloster Mater Ecclesiae in den vatikanischen Gärten, das in den letzten Wochen zum Ruhesitz des 86jährigen Benedikt umgebaut worden war.

S. 5
Dem heiligen Petrus geweiht

Am 25. Mai wird in der deutschen Hauptstadt ein katholisches Gotteshaus feierlich geweiht. Die uralte Zeremonie wird mehr als drei Stunden dauern.
Die zentral am Breitenbachplatz im Berliner Ortsteil Wilmersdorf gelegene katholische Kirche Sankt Petrus wurde zwischen 2001 und 2005 errichtet. Das Gotteshaus wird von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreut. Die hl. Messe wird hier ausschließlich im überlieferten lateinischen Ritus zelebriert.

S. 6
Ermordetes Erstkommunionkind

Bei dem Terroranschlag vom 15. April im US-amerikanischen Boston, bei dem zwei Bomben explodierten, starben drei Menschen. Eines der Opfer des feigen Mordes war der acht Jahre alte Martin Richard. Er war am Vortag zu ersten Heiligen Kommunion gegangen.

S. 6
Die Märtyrer von Otranto

Sie haben Europa gerettet: Am 12. Mai hat Papst Franziskus die erste Heiligsprechung seiner Amtszeit vorgenommen: die der achthundert Märtyrer von Otranto, die im 15. Jahrhundert aus Glaubenshaß von islamischen Soldaten hingerichtet wurden. Diese Mordtat steht im Kontext des Versuches der Eroberung des christlichen Abendlandes, die seit dem Fall von Konstantinopel 1453 von den Osmanen betrieben wurde. Die Überfälle auf Städte wurden in terroristischer Absicht geführt.

S. 7
Herold der Herz-Jesu-Verehrung verstorben

Pfarrer Horst Mittenentzwei ist am 28. April verstorben. Der unermüdliche Diaspora-Priester und Prediger der Herz-Jesu-Verehrung aus dem Geist der hl. Gertrud verschied nach langer Krankheit im mitteldeutschen Helfta.

S. 8
Das Lob des Großinquisitors

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation, hat Pius V. (1504-1572) mit außergewöhnlich klaren Worten gewürdigt. In einer Ansprache zu dessen Festtag, an dem in der Grabeskirche des heiligen Papstes – der römischen Basilika Santa Maria Maggiore – die Reliquien gezeigt werden, würdigte Müller den Pontifex des Konzils von Trient Der Papst aus dem Dominikanerorden war einst – als Kardinal-Großinquisitor der Römischen Kirche – der Vorgänger von Msgr. Müller.

S. 8
Die Einheit des sakramentalen Weiheordo

Warum Diakoninnen nicht möglich sind: Es besteht Verwirrung bei deutschen Bischöfen um das Amt des Diakons. Am Rande der Freiburger Diözesanversammlung sagte Erzbischof Zollitsch: »Ich fördere die Vielfalt der Dienste und Ämter sowie die Zukunft der unterschiedlichen kirchlichen Berufe. Dazu gehört auch der Einsatz für neue kirchliche Dienste und Ämter, die auch Frauen offen stehen, wie etwa ein spezifisches Diakonenamt für Frauen.« (28. April 2013) Meint der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz die Spendung des Weihesakramentes? Es ist kein Geheimnis, daß viele deutsche Bischöfe die Frage des „Frauenpriestertums“ für „reformabel“ halten.
Der Diakon kann nicht vom besonderen Priestertum und dessen sakramentaler Weihevollmacht getrennt werden. Nach dem Zweiten Vatikanum sind Diakonat und Presbyterat Ausgliederungen aus der bischöflichen Vollmacht. Beide haben Anteil an dem einen Weihesakrament, an der Sendung der Apostel, die in vollem Umfang ausgeübt wird von den Bischöfen als Nachfolgern der Apostel (Lumen gentium 20-21; 28-29). Würden Frauen zum „Amt des Diakons“ zugelassen, dann ist die logische Folge (wie in der anglikanischen Gemeinschaft) die Weihe zum Priester und Bischof.«

S. 13
Die Inquisition - Wahrheit und Legende

Die „Schreckensherrschaft der Inquisition“ gilt als das dunkelste Kapitel der katholischen Kirche und beschwört noch heute starke Bilder von sadistischen Folterern, fanatischen Mönchen und massenhaft brennenden Scheiterhaufen herauf. Angesichts der Ergebnisse der historischen Forschung der letzten Jahrzehnte erfordert es die historische Gerechtigkeit, die Inquisition von ihrem unseligen Mythos zu befreien, ohne sie in allem schön reden zu wollen.

S. 36
Die wahre Übersetzung der Wandlungsworte und der ‚Geist des Konzils’

Es kann kaum mehr überraschen, daß im Aprilheft der Herder Korrespondenz unter dem alarmierenden Titel: „Vergiftung des Heiligtums“ schärfster Widerspruch gegen die Anordnung Benedikts XVI. angemeldet wird, mit der er im Brief vom 12. April 2012 die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz“ aufgefordert hat, die richtige Übersetzung des „pro multis“ durch „für Viele“ wieder einzuführen.
Ebenso wenig dürfte es überraschend sein, daß der Protest von Hw. H. Andreas Odenthal stammt, der seit 2007 als Professor für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Tübingen amtiert. Sind es doch vor allem „Liturgiewissenschaftler“, die unter ständiger Berufung auf die Tradition und hier vor allem auf die Urkirche den radikalen Traditionsbruch gerechtfertigt haben, den die Meßreform Annibale Bugninis und Pauls VI. gebracht hat, die sich keineswegs auf die Liturgie-Konstitution des Konzils „Sacrosanctum Concilium“ berufen konnte. Man wundert sich vielmehr, mit welcher Chuzpe die gelehrten Verfasser eine Einheitlichkeit beschwören, die angeblich erst jetzt durch die Wiedereinführung der wahren Kelchworte bedroht werde. Man braucht gar nicht an die zahllosen „Meßfestivals“, die Karnevals-, die Disco-, die Jazz-Messen zu denken, in denen das heilige Geheimnis der unblutigen Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers zum profaniert wird, um daran zu erinnern, daß von einer Einheitlichkeit des Betens seit der Liturgiereform nun wirklich keine Rede mehr sein kann.

S. 40
»Gott mit uns« - Die Herz-Jesu- Thronerhebung und die Gesundung der Familie

Wie kann die menschliche Gesellschaft gesunden? Eine Frage, die heute viele Menschen bewegt.
Die Kirche verweist in ihrer Soziallehre die Menschen auf die Schöpfungs- UND Erlösungsordnung. Sie bietet als gute Mutter uns Katholiken aber auch viele übernatürliche Hilfsmittel an, denn die Wunden, die die Erbsünde der menschlichen Natur geschlagen hat, können nicht durch die Natur allein geheilt werden. Neben der Verkündigung des Wortes
Gottes, dem hl. Opfer und den Sakramenten schenkt die Kirche uns Übungen der Frömmigkeit, die helfen, Gottes Plan für die Menschen besser zu folgen. Eine Initiative zur Erneuerung der Gesellschaft haben die Päpste besonders gelobt: Die Thronerhebung des heiligsten Herzens Jesu.

S. 46
Der Ehrwürdige - Der Mönch Beda war ein Wunder seiner Zeit

Beda (auch Baeda oder Bedas, was „Beter“ bedeutet) wurde im Jahr 673 in Northumbria geboren, dem nördlichsten Teil des modernen England, an der Grenze zum heutigen Schottland. Mit sieben Jahren wurde er als Schüler dem gerade erst gegründeten Benediktinerkloster Sankt Petrus in Wearmouth übergeben. Als diese Abtei nach wenigen Jahren wegen des großen Zulaufs an Berufungen im zehn Kilometer entfernten Jarrow eine Tochtergründung unternahm, gehörte der Klosterschüler zu den dorthin Ausgesandten. In dem Neukloster St. Paulus legte Beda die Mönchsgelübde ab und wurde im Jahr 703 zum Priester geweiht. Sein ganzes Leben verbrachte er in diesen Mauern und wurde – scheinbar paradox – durch sein verborgenes Leben zur Leuchte der ganzen Christenheit.

S. 48
Neuevangelisierung: Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht

Dem hohen Lob, welches das II. Vatikanische Konzil den Anhängern des Islams zollt, steht ein merkwürdiges Verschweigen negativer Aspekte des Korans gegenüber. Dr. Heinz-Lothar Barth setzt seine Artikelserie über die Schwachsstellen des Konzilskatechismus mit seiner Kritik falscher Voraussetzungen des christlich-islamischen Dialoges fort.