September 2013

Titelblatt

S. 22
Islamische Toleranz in Geschichte und Gegenwart - Sind Zweifel am Islam als einer friedlichen Religion nur „Panikmache“?

In seiner 2011 erschienenen „Streitschrift“ „Die Panikmacher – die deutsche Angst vor dem Islam“ hat Patrick Bahners, bis 2011 Feuilleton-Chef der FAZ, Islamkritikern eine „Kultur der Intoleranz“ und islamfeindliche Stimmungsmache vorgeworfen. Der Begriff „Islamophobie“, den Ende der 1970er Jahre iranische Mullahs erfunden haben sollen, wird nicht nur auf die „tumbe“ undifferenzierte Islamfeindschaft rechtspopulistischer Gruppierungen angewendet, sondern inzwischen häufig auf jede kritische Betrachtung des Islams in Theorie und Praxis.
Eine Antwort Genau das wirft Bahners genau das vor. Seine Streitschrift sei nur „heiße Luft“ und verrate „die Angst des Intellektuellen vor der Wirklichkeit“. Der Autor verzichte auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem real existierenden Islam und strafe statt dessen den Kritiker, der ungeliebte Wahrheiten ausspreche, mit dem Vorwurf der Islamophobie – der krankhaften Angst vor dem Islam.

S. 16
„Alles, was nicht katholisch ist, ist letztlich, früher oder später, atheistisch.“ - Interview dem katholischen Internet-Publizisten Michael Voris

Michael Voris ist ein bekannter Laientheologe und Internetjournalist aus den USA, der sich mit seinen apologetischen Videos im weltweiten Netz in englischer Sprache an ein wachsendes Publikum richtet. Die Videos werden von Millionen Menschen weltweit geschaut. Seine Internetpräsenz, „ChurchMilitant.TV“ (zuvor „RealCatholicTV.com“) ist die Verkörperung eines selbstbewußten Katholizismus, der sich politischer oder theologischer Korrektheit nicht beugt.

S. 38
Die Medien und das II. Vatikanische Konzil - Ein kritischer Blick

Das II. Vatikanum (1962 bis 1965) war das erste Konzil in einer sich immer mehr globalisierenden Welt. So weit es ging, wurde all das, was vor gut 50 Jahren in Rom von den bis zu 2.500 Bischöfen, ihren 400 Beratern und anderen kirchlichen Würdenträgern aus der ganzen Welt mehr oder weniger öffentlich gesagt und getan wurde, medial erfasst; neben Textnachrichten sind erstmals von einem Konzil auch Ton- und Bildaufnahmen weltweit verbreitet worden. Die „Welt“, das Verhältnis zur Welt, stand so auch bei fast jedem Thema, das auf dem Konzil beraten wurde, im Raum. Das entsprechende Schlagwort „aggiornamento“ hatte der damalige Papst Johannes XXIII. selbst geprägt, es ging ihm um eine Verheutigung des Glaubens und der Glaubensverkündigung. Daraus ist leider vielfach eine Verweltlichung geworden. Diese Verweltlichung führt der jüngst zurückgetretene Papst Benedikt XVI. interessanterweise auf den Einfluss der Medien zurück.

S. 4
Der böse Feind

Das oberste Bestreben Satans ist es notwendigerweise, alles auf Erden so einzurichten, zu präsentieren oder zu betrachten, daß es den Menschen von der Verfolgung des Zieles, das Gott ihm bei seiner Erschaffung aufgezeigt hat ablenkt oder es ihn gar vergessen läßt. Darum wird er alles ermutigen, alles ordnen, die Institutionen, die Macht, die Mode, das Unterrichtswesen, die Aufführungen, die Presse, die Literatur, das Radio, selbst Wissenschaft und Künste, die allgemeine Stimmung, Arbeit und Freizeit, Essen und Trinken, Liebe und Ehe, Zerstreuung und Kummer, selbst die Religion – indem er ihre Lehre entstellt –, das ganze Leben, ohne den Tod zu vergessen und die Art, wie gestorben wird: so, daß man nicht mehr an Gott denken kann, oder nur unter den größten Schwierigkeiten.

S. 4
Kein Neuanfang - Personelle Kontinuitäten im Staatssekretariat gewahrt

Der Heilige Vater hat eine seit langem erwartete Neubesetzung an der Spitze des Staatssekretariates vorgenommen.

S. 5
Das ungeborene Leben braucht Ihre Stimme!

Wie in jedem Jahr ruft der BundesverbandLebensrecht e.V. auch in diesem Jahr wieder zu einem „Marsch für das Leben“ in Berlin auf. Diese wichtige Demonstration findet am Samstag, 21. September 2013, statt. Eine Hauptforderung der Demonstration ist ein europaweites Bürgerbegehren gegen Abtreibung, Versuche an Embryonen und das Klonen von Menschen.

S. 5
Argentinischer Zuarbeiter

Papst Franziskus hat sein persönliches Sekretariat neu geordnet. Neuer Privatsekretär wird der Malteser Prälat Alfred Xuereb, der seit 2007 neben Georg Gänswein arbeitet. Neu in die unmittelbare Umgebung des Papstes tritt der 49jährige Argentinier Fabian Pedacchio Leaniz aus dem Klerus der Diözese Buenos Aires.

S. 6
Kriegshandlung mit doppelter Dimension

Der maronitische Patriarch von Antiochien, S. Em. Kardinal Bechara Boutros Rai befürchtet eine Dramatisierung der Situation Syrien, Ägypten und dem Irak für die Präsenz des Christentums in seinen Ursprungsgebieten. Das sagte er Radio Vatikan. Wörtlich sagte er: „Was wir in Ägypten, Syrien oder im Irak erleben, sind Kriegshandlungen mit einer doppelten Dimension.

S. 7
Prinz und Priester: Blutzeuge der kommunistischen Verfolgung

In Bukarest ist die Seligsprechung des Martyrers Vladmiri Ghika erfolgt. Der Päpstliche Legat Angelo Amato nahm den 1954 an den Folgen der kommunistischen Folter erlegenen Blutzeugen in das Verzeichnis der Blutzeugen Christi auf.

S. 8
Vatikanstaat - Papst beginnt Reform

Die offensichtlichen Mißstände waren eines der Hauptthemen auf den Kardinalsversammlungen vor dem Konklave 2013. Die Reform des „Kleinstaates“ der Vatikanstadt wurde dem neuen Papst von den ihn wählenden Purpurträgern zur Aufgabe gemacht.
Jetzt hat Papst Franziskus einen neuen Generalsekretär des vatikanischen Governatorates ernannt. Das Governatorat ist die Staatsverwaltung. Ihr steht ein Kardinalpräsident vor, dem als maßgeblicher Mitarbeiter der Generalsekretär zuarbeitet. Der aktuelle Präsident ist Kardinal Giuseppe Bertello (70), der auch zu der Gruppe der acht Purpurträger gehört, die den Papst im Hinblick auf die Reform der Kurie beraten soll.

S. 10
Die Gestaltung der diesseitigen Welt im christlichen Geist - Ein Bericht von der „Schönenberger Sommerakademie“

Vom Donnerstag, 1., bis Sonntag, 4. August 2013 fand im Schönenberger Theresiengymnasium die 17. „Schönenberger Sommerakademie“ statt. Aus den Reihen der Sommerakademie ist vor 17 Jahren die Kirchliche Umschau entstanden. Hatten sich die Teilnehmer im vergangenen Jahr mit der Lehre von den letzten Dingen eher jenseitigen Fragen gewidmet, so beschäftigte sich das Programm dieses Jahr mit der Gestaltung der diesseitigen Welt im christlichen Geist. Die Veranstaltung des Jahres 2013 stand unter dem Rahmenthema „Aspekte christlicher Gesellschaftslehre“, wobei sowohl der historische wie der theologische und (staats-) philosophische Gesichtspunkt als auch die Frage nach der praktischen Umsetzung behandelt wurden.

S. 32
Die Helden sind müde - Liberalismus als Ermüdungserscheinung der abendländischen Intelligenz

Während die führenden Medien und
Meinungsmonopole der Bundesrepublik nicht müde werden, mit den völlig leeren Schlagworten wie „erzkonservativ“ oder „reaktionär“ über die Piusbruderschaft herzufallen, ist sie die einzige Gemeinschaft, die es noch wagt, mit der nötigen Offenheit und Beharrlichkeit die beiden entscheidenden Fragen zu stellen, auf die alles ankommt, wenn die Kirche der Zukunft Anspruch darauf erhebt, wahrhaftig zu sein und damit als Glaubensgemeinschaft
ernst genommen zu werden.

S. 50
Neuevangelisierung: Ansätze zur Missionierung von Muslimen - Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht

Das II. Vatikanische Konzil – und mit ihm der „Konzilskatechismus“ – bekennt sich zum interreligiösen Dialog mit dem Islam, der in dieser Artikelserie, neben anderem, kritisch beleuchtet wird. In dieser Fortsetzung der Artikelserie erinnert Dr. Heinz-Lothar Barth an Ansätze zur Missionierung von Muslimen, nämlich die sakrale Liturgie und die katholische Mariologie. Dies sind zwei Wege, um Christus den Anhängern des Korans bekannt zu machen.