Oktober 2013

Titelblatt

S. 8
Konrad Adenauers Katholizismus - Ein neues Buch beleuchtet die christlichen Grundlagen seines Denkens

Vor wenigen Wochen – pünktlich zur Bundestagswahl – erschien ein neues Buch über den ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland: Dr. Konrad Adenauer (1876-1967). Die Eheleute Dorothea und Dr. Wolfgang Koch haben den maßgeblichen Gründungsvater unseres Gemeinwesens unter der Perspektive seines Katholizismus beleuchtet und sind zu spannenden Einsichten gelangt.

S. 24
Das Problem des „subsistit in“ des II. Vatikanums - Eine an Erzbischof Müller gerichtete Anfrage über eine der spektakulärsten Passagen der Dokumente des Konzils – die unbeantwortet blieb

Daß die subsistit-in-Lehre an das Fundament des Selbstverständnisses des Selbstverständnisses der katholischen Kirche rührt, ließ der Theologieprofessor Ratzinger durchblicken, als er mit Bezug auf das von ihm gelobte subsistit von einer „Reduzierung des Absolutheitsanspruchs [der katholischen Kirche]“ sprach. Weil aber der Absolutheitsanspruch, den die katholische Kirche durch alle christlichen Jahrhunderte erhoben hat, nur ganz oder gar nicht erhoben werden kann, deshalb bedeutet das Eingeständnis einer Reduzierung des Absolutheitsanspruchs in Wirklichkeit das Eingeständnis der Preisgabe desselben durch das Pastoralkonzil.

S. 36
Millitante „Offenbarungen“ - Der Islam, eine im Kern friedliche Religion?

Im Fokus des Interesses stehen heute vor allem jene Koranverse, welche den imperialen Herrschaftsanspruch Allahs und seines Gesandten Muhammad
betonen, vom „wahren“ Muslim Gewaltbereitschaft zur Verbreitung des Islam verlangen und denjenigen, die sich Allah und seinem Propheten nicht ergeben wollen, den Kampf ansagen, bis sie unterworfen oder vernichtet sind. Dazu kommt, daß die kriegerische Unterwerfung von Andersgläubigen und deren „Schmähung“ eine modellsetzende „geheiligte“ Praxis des Propheten Muhammad war. Gleichwohl pflegen viele westliche Medien das Wunschbild vom „wahren“ Islam, der im Grundsatz eine Religion des Friedens, der Freiheit und Toleranz sei.
Es hilft wenig, wenn liberale Muslime in den westlichen Ländern ihre vorgeblich gemäßigte, humane Auslegung des Korans als den „wahren“ Islam verkünden und alle anderen Interpretationen für „fundamentalistisch“ und nichtislamisch erklären. Seit Beginn des Islams wurden alle Versuche, den Koran aus dem historischen Kontext zu interpretieren und ihre Botschaften zu modernisieren, vom religiösen Establishment in der muslimischen Welt vehement zurückgewiesen.

S. 4
Das Blühen der bürgerlichen Gesellschaft

Der Grundsatz, daß Staat und Kirche getrennt werden müssen, ist fürwahr vollständig falsch und im höchsten Grade verderblich. … (Hl. Papst Pius X.)

S. 4
Rosenkranzmonat

Dem Rosenkranz ist vom Himmel eine besondere Verheißung und Macht gegeben worden. Die Kirche, die eine gute Mutter ist, gibt uns die marianische Gebetsschnur an die Hand, um die unsichtbare Wirklichkeit des Glaubens in unsere Seelen zu senken.

S. 5
Papst: „So werde ich die Kirche ändern!“

Gut sechs Monate nach dem Pontifikatswechsel hat der Papst mit verschiedenen Maßnahmen Aufsehen erregt. Die feste Installierung eines Kardinalrates von acht Purpurträgern muß im Zusammenhang gesehen werden mit zwei wichtigen Interviews des Pontifex, deren mediales Echo wohl auch die Kurie in Unruhe versetzt. Das erste Interview entstand aus drei mehrstündigen Gesprächen mit dem Direktor der Jesuiten-Zeitschrift La Civiltà Cattolica. Der Inhalt dieses Interviews gibt einen Einblick in die Gedankenwelt des Papstes, die ganz in den siebziger Jahren des vergangen Jahrhunderts verhaftet scheint. Die Sprache – auch die Inhalte? – sind die des liberalen Katholizismus. Allein der zustimmende Applaus in der kirchenfernen Presse sollte den Presseverantwortlichen im Vatikan zu denken geben.
Ein zweites Interview erschien am 1. Oktober in der laizistischen und linken italienischen Tageszeitung La Repubblica unter der Überschrift „So werde ich die Kirche ändern!“
Pater Matthias Gaudron von der Priesterbruderschaft St. Pius X. wies mit gebotenem Respekt, aber auch mit nicht minder gebotenem Freimut auf folgendes hin: „Das Interview, das Papst Franziskus der Jesuitenzeitschrift La Civiltà Cattolica gegeben hat, kann man nur als Schlag ins Gesicht eines jeden glaubenstreuen Katholiken bezeichnen, und jeder bibeltreue Protestant kann sich in seinem falschen Glauben, die katholische Kirche sei nicht die wahre Kirche, bestätigt fühlen. ... Die glaubenslose Welt jubelt und triumphiert – wir aber weinen. ... (Es) bleibt die Gewißheit, daß auch der Papst die Kirche nicht zerstören kann.“

S. 6
Termin für Heiligsprechung steht fest

Neun Jahre nach seinem Tod, nach einem in außerordentlicher Hast durchgeführten Kanonisationsprozeß, soll Johannes Paul II. am 27. April 2014 heiliggesprochen werden.

S. 7
Warnungen, die auch heute aktuell sind

In seiner Enzyklika „Pascendi“ (1907) schrieb der hl. Papst Pius X. über den Modernisten als Reformator: [Die Neuerungssucht der Modernisten] „geht auf alle Dinge, die nur immer bei Katholiken sich finden. … Deshalb, so sagen sie, ist es innerlich wie äußerlich mit dem modernen, ganz zur Demokratie hinneigenden Bewußtsein in Einklang zu bringen. … Der Klerus soll die alte Demut und Armut wieder annehmen, dabei aber modernistisch denken und handeln.“

S. 17
Hans Küng: Kirchenrebell wirbt für Euthanasie

Hans Küng wirbt für die Euthanasie. Der 85jährige selbststilisierte „Rebell gegen Rom“ leidet unter der Parkinson-Krankheit. Im gerade erschienenen dritten Band seiner Autobiographie „Erlebte Menschlichkeit“, die sein Leben seit 1980 nachzeichnet schreibt er: „Der Mensch hat ein Recht zu sterben, wenn er keine Hoffnung mehr sieht auf ein nach seinem ureigenen Verständnis humanes Weiterleben.“

S. 18
Das verratene Elternrecht - Zur Lebenslüge säkularer Schulwirklichkeit

„Künftig soll eine ‚Charta der Laizität’ alle Schüler und Kindergartenkinder vor unterschwelliger religiöser Indoktrination schützen und die ‚Neutralität‘ des Staates in Religionsfragen verteidigen. Das kündigte der französische Bildungsminister Vincent Peillon an.“ Was „dort“ geschieht, wird auch „hier“ Folgen haben.

S. 40
Der Kulturkampf 1871 bis 1887 - Der Kampf gegen die Kirche im preußischen Kaiserreich als Lehrbeispiel für die Zukunft?

Es lassen sich die Ursachen des Kulturkampfes dreifach gliedern: in religiöse, philosophische und politische.
In religiöser Hinsicht war der im 19. Jahrhundert wiederbelebte Protestantismus ein entscheidender Wegbereiter für die sich anbahnende Eskalation des Kulturkampfes.
Im Zentrum der zahlreichen antikatholischen Angriffe im Europa des 19. Jahrhunderts stand allerdings die Philosophie des Liberalismus, dessen historische Wurzeln wiederum die kirchlich verurteilten Irrlehren des Naturalismus, Protestantismus und Rationalismus bilden.
Die politische Ursache des Kulturkampfes ist mit der Person Bismarck verknüpft. Der Reichskanzler sah die katholische Bevölkerung Deutschlands als große Gefahr für das junge protestantische Reich. Aus Bismarcks Sicht konnten die Katholiken den Primat des Staates nicht anerkennen, weil sie im Irdischen einzig und allein der Spitze der katholischen Hierarchie zum Gehorsam verpflichtet waren. Es war somit seine tiefe innere Überzeugung, daß Katholiken keine loyalen Bürger des neu gegründeten Staates sein konnten.

S. 50
Neuevangelisierung: Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht – Wie der katholische Missionsgeist korrumpiert wurde

Im letzten Heft (KU 9/2013) beschrieb Dr. Heinz-Lothar Barth die Missionstätigkeit einer französischen Kongregation, gegründet von Pater Loiseau, bei den Muslimen in Frankreich. Bei diesen Priestern herrscht eine völlig andere Gesinnung als diejenige, die nach dem II.Vatikanum fast jeden wahren Missionseifer zum Erliegen gebracht hat. Welchen Unterschied gibt es zwischen falscher und moderner Missionsauffassung?