Dezember 2013

Titelblatt

S. 10
„Unsere Hoffnung ist unser Herr Jesus Christus!“ – Ein Interview mit Ignatius Joseph III. Younan, dem Patriarchen der katholischen Syrer

Die syrisch-katholische Kirche ist eine mit Rom verbundene Rituskirche, an deren Spitze Patriarch Ignatius Joseph III. von Antiochien steht. Die 160.000 Gläubigen finden sich verteilt auf dreizehn Diözesen im nahen und mittleren Osten, aber auch in der amerikanischen Diaspora.
Patriarch Ignatius Joseph III. gewährte der Kirchlichen Umschau anläßlich eines Pastoralbesuches bei Gläubigen seines Patriarchates in Köln am 1. Dezember 2013 ein Interview.

S. 12
Neuausrichtung des Papsttums? – Verwirrung über neue Enzyklika

Am 26. November veröffentlichte der Papst das Apostolische Schreiben „Evangelii Gaudium“ (Die Freude des Evangeliums). Anlaß war das Ende des noch von Benedikt XVI. ausgerufenen „Jahr des Glaubens“. Die „Exhortation“ (Mahnschreiben) mit 288 Kapiteln hat zum Thema die Verkündigung der Frohen Botschaft in der Welt von Heute. Papst Franziskus denkt auch an eine „Neuausrichtung des Papsttums“.
Was soll man von dieser Enzyklika halten – und welche Wirkung ist von ihr zu erwarten? – in der auf Schritt und Tritt Widersprüchliches behauptet wird, in der einerseits katholische Positionen bekräftigt werden, andererseits ein noch weitergehender Progressismus gefordert wird?

S. 30
Maria im Nordlicht – Lisa Bauers Fenster im Dom zu Linköping

Die hochgotische Marienkapelle der „Domkyrka“ zu Linköping (Schweden) öffnet sich mit neuen Fenstern dem nordischen Osthimmel. In Deutschland kaum wahrgenommen, weckt das Alterswerk der schwedischen Glaskünstlerin Lisa Bauer vielfältige kirchen-, kunst- und geistesgeschichtliche Assoziationen. Hat im hohen Norden Europas die Erneuerung der christlichen Kunst aus ihren abendländischen Wurzeln bereits begonnen?

S. 42
Die Taufe, die Johannes spendete ... Das Kommen des Erlösers und die Buße des Volkes

Anlaß zu diesem Artikel ist ein knapp dreiwöchiger Aufenthalt von KU-Redakteur Norbert Clasen in Jordanien im Oktober 2013, der insbesondere dem Besuch der biblischen Stätten des Landes galt. Darunter vor allem auch „Betanien jenseits des Jordans, wo Johannes taufte.“ (Joh 1,28)

S. 4
Die Ehe ist unauflöslich!

Die Ehe ist unauflöslich!
Eine gültig geschlossene und vollzogene Ehe kann nur durch den Tod eines der beiden Ehegatten aufgelöst werden. Kein bürgerliches Gesetz, kein weltliches Standesamt kann trennen, was Gott verbunden hat. Sogar die Binde und Lösegewalt des Papstes hat hier ihre Grenzen.

S. 5
Goldene Rose für Jungfrau von Guadalupe

Mit mehr als 20 Millionen Pilgern jährlich ist das Marienheiligtum von Guadalupe in Mexiko-Stadt der weltweit meistbesuchte Wallfahrtsort. Papst Franziskus hat das berühmte, auf wunderbare Weise entstandene Gnadenbild mit einer besonderen Geste verehrt. Er sandte am 18. November Kardinal Marc Quellet mit einer „Goldenen Rose“ nach Mexiko.

S. 6
Eigentümlich oder leichtfertig? Papstinterview zurückgezogen

Der italienische sozialistische Journalist Eugenio Scalfari, mit dem Papst Franziskus ein am 1. Oktober publiziertes Interview geführt hatte, mußte zugegeben, gewisse Formulierungen erfunden zu haben.

S. 7
Papst gedenkt der Millionen Opfer des Stalinismus in der Ukraine

Der Papst gedachte während einer Ansprache des Völkermordes in der Ukraine vor 80 Jahren. Als „Holodomor“ (wörtlich Übersetzung: Tötung durch Hunger) wird das gewollte massenhafte Verhungern von mindestens 3,5 Millionen Menschen durch die stalinistisch-kommunistische Politik bezeichnet.

S. 7
Treue im Ordensleben

Die Ordensgemeinschaften verlieren nach Angaben der vatikanischen Kongregation für das Ordensleben jedes Jahr mehr als 3000 Gottgeweihte durch Austritte. Vor allem die Zahl der Ordensfrauen ist weltweit in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken.

S. 7
Papst-Mosaik für Basilika Sankt Paul

Berühmt ist die Grabeskirche des Völkerapostels für das lange Band mit Papst-Mosaiken, die alle 266 Päpste seit Petrus zeigen. Jüngst hat die „Dombauhütte von Sankt Peter“ nach neunmonatiger Arbeit auch das Mosaik mit dem Bild von Papst Franziskus fertiggestellt.

S. 7
Erster Bischof in den Ländern deutscher Zunge

Msgr. Franz Lackner (57) ist der neue und 91. Erzbischof von Salzburg. Er trägt den Ehrentitel eines „Ständigen Legaten des Papstes“ („Legatus natus“). Der zweite Ehrentitel ist der eines „Primas Germaniae“ (frei übersetzt: Erster Bischof von Deutschland). Damit besitzt er die zeremonielle Ehrenstellung vor allen anderen deutschsprachigen Bischöfen.

S. 8
Einsatz für das ungeborene Leben

Die Juristenvereinigung Lebensrecht, eine der wichtigsten Lebensschutzorganisationen im deutschen Sprachraum, hat einen neuen Vorsitzenden. Die Mitgliederversammlung wählte den renommierten Bonner Staatsrechtler Prof. Dr. Christian Hillgruber (geb. 1963) an die Spitze des Verbandes.

S. 9
Russischer Präsident verehrt Ikone

Am 25. November empfing Papst Franziskus zum ersten Mal den russischen Präsidenten Putin. Putin überreichte Franziskus als Gastgeschenk eine Kopie der Ikone der „Gottesmutter von Vladimir“, die nach der ostkirchlichen Überlieferung vom hl. Evangelisten Lukas gemalt worden sei. Präsident Putin verehrte die Ikone im Beisein des Pontifex mit Kreuzzeichen, Verneigung und Küssen.

S. 9
Reliquien des heiligen Petrus

Papst Franziskus hat zum Abschluß des „Jahr des Glaubens“ erstmals öffentlich Reliquien des hl. Apostels Petrus gezeigt, die bei Ausgrabungen zwischen 1940 und 1951 unter der Petersbasilika gefunden wurden.

S. 18
Nur noch „II. Hochgebet“ – Liturgischer Kahlschlag im neuen „Gotteslob“

Am ersten Adventssonntag 2013 wurde in den katholischen Gemeinden Deutschlands, Österreichs und Südtirols das neue Gotteslob eingeführt. Was ist inhaltlich zu sagen? Zweifellos enthält neue „Gotteslob“ manche erfreulichen Elemente. So findet man dort Anregungen zum privaten Gebet, deren man früher wohl so nicht bedurft hätte, die heute aber um so notwendiger sind, als vielen Gläubigen die „ars orandi“, die Kunst echten christlichen Betens, – oft schuldlos – abhanden gekommen ist. Auf der anderen Seite sind gravierende Mängel nicht zu übersehen. Kommentiert wird in diesem Artikel jedoch nur eine Entscheidung der Bischöfe, die den Mittelpunkt der hl. Messe betrifft.

S. 26
Eine Weihnachtspredigt – Krippe …. und Kreuz

Manchmal hört man: “Mir ist Weihnachten verdorben. Ich habe keine Freude an Weihnachten.” Als müsse Weihnachten auf einmal die Welt poliert sein und harmonisch und wohlgestaltet, als müsse auf einmal alles Leiden verschwinden, als müsse Weihnachten so wie eine einsame Oase in der Wüste dieser Erdenfinsternis aufleuchten. Das ist eine Illusion! Das ist nicht der Sinn von Weihnachten, sondern Weihnachten birgt mit allen Finsternissen und mit allen Leiden, die es nicht nimmt, sondern vergöttlicht, die es nicht auslöscht, sondern bestätigt, Weihnachten bedeutet Heil für dein Leiden! Weihnachten nimmt dein Leiden nicht von dir weg, aber Weihnachten krönt dein Leiden und gibt deinem Leiden das Zepter der Herrlichkeit.

S. 48
Neuevangelisierung: Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht – Dialog statt Mission?

Wir hatten zuletzt erstaunliche Stellungnahmen zur Notwendigkeit einer wahren christlichen Missionstätigkeit und sogar ein praktisches Programm zum Apostolat unter Muslimen in Frankreich kennengelernt. Leider sieht es in der Kirche heute meist ganz anders aus, was den Einsatz für das Reich Christi betrifft.
Dr. Heinz-Lothar Barth setzt seine Artikelserie in dieser KU über die Schwachstellen des Konzilskatechismus fort, indem er die grundlegenden Konzepte hinter diesem Buch, das doch eigentlich ein sicherer Glaubenskompaß sein will, hinterfragt.