April 2015

Titelblatt

S. 12
Zeuge der Auferstehung - Ein Gespräch mit Frau Mag. Gertrud Wally über das Turiner Grabtuch

Das Grabtuch ist der konkrete, materielle Hinweis, daß - die Auferstehung kein Phantasiegebilde der Apostel ist – wie selbst manche Theologen behauptet haben–, sondern historische Realität. Das Tuch zeigt, daß sich tatsächlich ereignet hat, was uns die Evangelien über Tod und Auferstehung Jesu berichten. Es bestätigt die unveränderlichen Wahrheiten der Hl. Schrift und
der apostolischen Überlieferung und ist ein deutlicher Hinweis auf die historische Glaubwürdigkeit der Evangelien. Man hat mehrfach versucht, das Grabtuch zu nachzumachen, zu fälschen“, aber jede Fälschung versagt im mikroskopischen Bereich. Das Grabtuch ist daher absolut unfälschbar! Das Grabtuch ist übrigens die einzige Christusreliquie, die die Echtheit und Wahrheit der Evangelien, das ganze Kerygma, bestätigt. Es kann also jemandem, der aufrichtig die Wahrheit sucht, mit seiner nüchternen Realität behilflich sein, sich auf das Wagnis des Glaubens einzulassen.

S. 9
Widerstand gegen „Lebenswirklichkeit“ als neue Offenbarungsquelle

In der Kirchlichen Umschau vom März 2015 wurde auf den Versuch deutscher Bischöfe hingewiesen, die Befürworter neuer Wege in der moralischen Praxis der Kirche argumentativ
zu unterstützen: Die Zulassung geschiedener „Wiederverheirateter“ zur heiligen Kommunion, ein kirchlicher Segen für homosexuelle Paare und die Anerkennung des angeblichen Wertes im Sinne wertvoller Elemente in nichtehelichen Lebensgemeinschaften sollen jetzt befördert werden, indem man sich auf eine neue theologische Quelle beruft.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx betont: „Wir lernen ja auch in der Lehre vom Leben.“ Wir kennen also jetzt nach derartigen Stimmen nicht mehr nur die Heilige Schrift und die mündliche Tradition als Quellen der katholischen Lehre, sondern auch das „Leben“, die „Lebenswirklichkeit“. Damit wäre natürlich das gesamte dogmatische Gebäude der Kirche zum Einsturz zu bringen.

S. 18
Friedlicher Islam? - Beriefen sich die Mörder von Paris zu Recht auf den Koran?

Ein nicht geringer Teil der deutschen Presse neigt gegen alle Evidenz zur Verharmlosung dieses Islam. So wird ständig darauf hingewiesen, man dürfe den friedlichen Islam nicht mit dem modernen, politisch motivierten Islamismus verwechseln. Schließlich, so wird man immer wieder belehrt, und zwar besonders von politisch geschulten und missionseifrigen Muslimen, bedeute „Islam“ ja sogar „Frieden“. In Wirklichkeit heißt „Islam aber „Unterwerfung“.
Um uns die Angst vor dem Islam zu nehmen, wird immer wieder eine bestimmte Sichtweise des Korans vorgestellt. In einer Besprechung des Buches „Codex der Toleranz  in der TAGESPOST wurde unter anderem behauptet: „Gewalt wird im Koran nur erlaubt zur Selbstverteidigung.“ Ferner wurde Papst Franziskus zustimmend zitiert: „Der wahre Islam und eine angemessene Interpretation des Korans stehen jeder Gewalt entgegen.“ Beide Behauptungen sind falsch.
Die ganze Diskussion, die nun schon seit Jahren geführt wird, krankt daran, daß die Gefahren, die vom „heiligen Buch“ des Islams ausgehen, nicht oder jedenfalls nicht deutlich genug beim Namen genannt werden. Zum einen geschieht das aus barer Unkenntnis. Freilich gibt es auch genug Zeitgenossen, und zwar gerade unter Politikern
und Journalisten, die genau wissen, welches Gefahrenpotential in jener Religion steckt, die den Islam aber gerne benutzen, um das Christentum in seinem Einfluß zu relativieren oder die abendländisch-christlichen Wurzeln unserer Kultur zu zerstören, um so ihre eigene Ideologie durchzusetzen.
Es gilt festzuhalten: Islam und Islamismus speisen sich aus ein und derselben Quelle!

S. 40
Was ist Philosophie? (Teil VII)

Was ist Philosophie? Was ist der Mensch? Wozu ist er da? Die KU setzt hier eine Artikelreihe fort, die den interessierten Leser an die großen Fragen des philosophischen Denkens heranführen will. Die Autorin ist eine Ordensfrau aus dem Dominikanerorden, die ungenannt bleibt. In dieser Ausgabe beschäftigt sie sich mit der Persönlichkeit des Menschen und seinen Temperamenten.

S. 4
Pius XII. - An die Eheleute

Zu allen Zeiten haben die menschlichen Leidenschaften dieses Gesetz von der Unauflöslichkeit der Ehe als eine Last empfunden; sie glaubten sich durch dasselbe behindert und in der ungehemmten Befriedigung ihrer ungeordneten Begierden eingeschränkt. Und zu allen Zeiten haben sie versucht, auf alle Art und Weise dieses Joch abzuschütteln. … Ja, es ist wahr: ein Band kann bisweilen eine Last darstellen… . Aber es kann auch eine mächtige Hilfe und ein Unterpfand der Sicherheit sein, wie das Seil, das den Bergsteiger beim Aufstieg an seine Gefährten bindet,… . Und so ist es auch mit dem unauflöslichen Band der Ehe.

S. 4
Heiliges Jahr des Konzils?

Dem II. Vatikanischen Konzil will der Papst offensichtlich ein Denkmal setzen. In der Gestalt des am Weißen Sonntags ausgerufenen „heiligen Jahres der Barmherzigkeit“ soll es – wieder einmal – „gefeiert“ werden. Dies macht traurig, denn zweifellos hat diese Pastoralsynode das Bewußtsein des Kirchenvolkes nicht zum besten verändert. Wo Paul VI. neue und neuartige Früchte erwartete, wird man in der kirchlichen Optik der theologischen Vorzeit keine Verbesserungen erkennen können. Im Gegenteil!
Das heilige Jahr, das der Oberste Hirte ausgerufen hat, werden wir kindlich begehen, ganz im Geist der „alten Kirche“. Aber die Folgen des Konzils können wir nur weiter kritisch betrachten.

S. 5
Christenverfolgung in Nigeria nicht vergessen

Im Jahr 2014 wurden 7711 Tote bei Anschlägen von „Boko Haram“ im bevölkerungsreichsten Land Afrikas gezählt. Beten wir für diese armen Christen und ihre Verfolger.

S. 5
Gegenstand bischöflicher Beratung?

Die Diözese Rottenburg hat sich geweigert, die homosexuelle Partnerschaft des Stuttgarter CDU- Bundestagsabgeordneten Stefan Kaufmann in einem Gottesdienst einzusegnen. Äußerst befremdlich ist aber die verlegene Beteuerung des Bischofs, daß die Ablehnung der kirchlichen Segnung keine Herabwürdigung der betreffenden Lebensgemeinschaft darstelle. Vielmehr werde auch die Frage der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare Gegenstand der Beratungen auf der im Herbst stattfindenden Bischofssynode sein. Der verwirrte Beobachter fragt sich, ob wir in der Tat schon so weit gesunken sind, daß die Kirche über die Segnung einer Praxis diskutiert, die sie stets mit Entschiedenheit verurteilt hat. Schon die Ankündigung, daß man überhaupt darüber diskutieren wolle, kommt einer beispiellosen Diskreditierung der katholischen Ehe- und Sexualmoral gleich.

S. 6
Erster Völkermord des XX. Jahrhunderts

Papst Franziskus hat im Beisein des armenisch-katholischen Patriarchen Nerses Bedros XIX. Tarmouni im Petersdom an den „ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts“ erinnert. Auf dem Gebiet der heutigen Türkei verloren von 1915-1921 bis zu 1,5 Millionen christliche Armenier ihr Leben. Die Türkei kritisierte daraufhin den Papst scharf und zog ihren Botschafter aus dem Vatikan zurück.

S. 7
Die Todesstrafe, das Lehramt und der Papst

In der Kirchlichen Umschau vom Februar 2015 wurde kurz die Lehre der Kirche zur Todesstrafe vorgestellt. Mittlerweile liegt eine aktuelle Stellungnahme des regierenden Pontifex zur Todesstrafe vor. Papst Franziskus behauptete pauschal, sie „widerspreche den Plänen Gottes für die Menschen und der göttlichen Barmherzigkeit“. Und es kommt noch dicker. Im weiteren behauptete der Papst, die lebenslängliche Haft sei ebenfalls eine „versteckte Todesstrafe“ und grundsätzlich abzulehnen. Wie kann man sich als Stellvertreter Christi so undifferenziert äußern?

S. 8
Gebetsfamilie des Heiligsten Herzens Jesu

In Deutschland und Österreich feiern die Katholiken 2015 die Landesweihe an das heiligste Herz Jesu durch die jeweiligen Episkopate vor 100 Jahren. Sie war der Ausdruck der kraftvollen Antwort breiter katholischer Kreise auf die vom Himmel selbst gewollte Verehrung des Erlöserherzens. Daß diese Frömmigkeit heute in einer tiefen Krise steckt, kann kaum einer bestreiten. Es liegt jetzt am gläubigen Volk, dem vom Progressismus angekränkelten Klerus hier voranzugehen.

S. 34
Das Wesen der Rose - Der wissenschaftliche Fortschritt als Schauspiel der Ratlosigkeit

Man macht den traditionstreuen Katholiken gerne den Vorwurf, sie seien gegen allen Fortschritt. Schnell ist in unserer von Schlagworten lebenden
kirchlichen Medienlandschaft dann auch das böse Wort vom „Reaktionär“ zur Hand, der einseitig dem Gestrigen zugewandt sei, und zwar eben deswegen, weil es das Gestrige sei.
Selbstverständlich läßt es sich nicht bestreiten, daß wir mit Hilfe vor allem der empirischen Wissenschaften den Kampf gegen die Natur weitgehend gewonnen haben und nun über jene Fülle zivilisatorischer Errungenschaften verfügen, die unser äußeres Leben weit erträglicher oder doch angenehmer machen, als es in früheren Epochen war. Aber das steht hier nicht zur Debatte. Vielmehr geht es um die ganz einfache Frage, ob uns dieser Siegeszug der Wissenschaften auch ein höheres Maß an Bildung und tieferer Weltkenntnis verschafft hat.

S. 48
Durch Maria zu Jesus- Der hl. Louis Marie Grignion von Montfort

Am 20. Juli 1947 wurde Ludwig Maria von Papst Pius XII. heilig gesprochen. Bei dieser Gelegenheit sprach der Heilige Vater in seiner Homilie „von der glühenden, echten und
rechten Marienliebe“ des neuen Heiligen. Den Pilgern im Vatikan empfahl er wärmstens das „Buch über die vollkommenen Hingabe an Maria: „Es möchten doch alle aus dem Reichtum der Schriften und dem Beispiel des heiligen Ludwig Maria von Montfort das schöpfen, was den Kern seiner Marienverehrung ausmacht, nämlich seine feste Überzeugung von der machtvollen Fürbittgewalt Mariens, sein entschiedener Wille, die Tugenden der allerseligsten Jungfrau soviel wie möglich nachzuahmen und das brennende Verlangen, sie und Jesus zu lieben.“

S. 50
Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht (Teil 33): Der Zorn Gottes

In der KU 3/2015 hatte der Leser gesehen, daß der protestantische Exeget Ulrich Wilckens vom „universalen Zorn Gottes“ spricht, dessen Wirkung durch den Sühnetod Jesu und die aus ihm fließenden Gnaden getilgt sei. Jenes Opfer sei für den Neuen Bund konstitutiv, durch welchen nach Hebr 10,9 f. der Alte aufgehoben worden sei.
Diese Position entspricht dem eindeutigen biblischen Befund und der kirchlichen Lehre von 2000 Jahren, mögen das letzte Konzil und die konziliaren Päpste, allen voran Franziskus, heute auch anderes verkünden.