Dezember 2015

Titelblatt

S. 10
Was läßt und hoffen? - Weihnachten und christlicher Neubeginn

Immer wieder steht das Geburtsfest unseres Erlösers am Neubeginn christlichen Lebens nach Phasen katastrophalen Niedergangs. Mit ihm beginnt in Aachen das ‚Christliche Abendland‘. Und in aller Not der Schlachtfelder und zerbombten Städte, der Konzentrations- und Gefangenenlager läutet die Kriegsweihnacht 1944 den Wiederaufbau Europas ein. Adventlich-weihnachtlichen Charakter hat
auch das Wirken Erzbischof Lefebvres, der in den Zerstörungen innerkirchlicher und gesellschaftlicher Revolutionen einen christlichen Neubeginn vorbereiten wollte. (Pater Franz Schmidberger FSSPX)

S. 5
Papstreise nach Afrika

Vom 25. bis 30. November besuchte Papst Franziskus den afrikanischen Kontinent. Seine 11. Apostolische Auslandsreise führte nach Kenia, Uganda und in die
Zentralafrikanische Republik. Das dichte Reiseprogramm oszillierte zwischen überlieferter Frömmigkeit
und praktischem Progressismus.

S. 8
Ungarischer Bischof über Migration und Islam in Europa

Ein Interview mit Erzbischof Gyula Márfi über den Islam und Europa erschien am 29.10.2015 in der Veszprémer Tageszeitung Napló. Das Erzbistum Veszprém liegt im Herzen Ungarns, in jenem größeren und zentralen Teil des ehrwürdigen Königreichs des heiligen Stephan, das im 16. und 17. Jahrhundert über 150 Jahre unter türkisch-islamischer Herrschaft stand. Die KU dokumentiert hier einen Auszug des Interviews

S. 25
Papst – Erosion des Glaubens in Deutschland

Der Papst hat die deutschen Bischöfe gemahnt. Bei dem alle fünf Jahre stattfindendem ad limina-Besuch an den Apostelgräbern ließ er den Prälaten nach einer Audienz einen Reden-Text mitgeben, der es in sich hat. Einige deutsche Oberhirten waren, wie die KU aus römischen Kreisen erfahren konnte, nach der Audienz sichtlich irritiert. Der Publizist Alexander Kissler stellte lapidar fest: „Es war die bisher konservativste Rede seines Pontifikats.“

S. 3
Den Kindern gleichförmig

O Gott, welche Güte des liebenswürdigen Heilands! Er unterwarf sich, alles zu tun, was die anderen Kinder tun, um als nichts anderes zu erscheinen denn ein armes Kindlein, dem Gesetz der Kindheit unterworfen. Er weint wirklich, aber nicht aus
Selbstverzärtelung, d. h. nicht bitteren Herzens, sondern ganz einfach, um sich den anderen Kindern gleichförmig zu machen. (Franz von Sales)

S. 7
Signal für die dauerhafte Präsenz der Christen

Der Patriarch der mit Rom verbundenen chaldäischkatholischen Kirche, S. Sel. Louis Raphael Sako, hat die internationale Staatengemeinschaft aufgerufen, gegen den ‚Islamischen Staat“’ vorzugehen. Er warnte nach Pressemeldungen den Westen davor, allzu blauäugig muslimischen Flüchtlinge aufzunehmen.

S. 7
Kostbare Ablässe

Der Großpönitentiar der Römischen Kirche, Mauro Kardinal Piacenza hat anläßlich des Heiligen Jahres an die Bedeutung des Ablasses erinnert: »In der Beichte vergibt Gott die Sünden. Wenn aber der Schmerz über die begangenen Sünden nicht so groß ist, dann bleibt da ein Rest, ein Rückstand von Strafe und Leid. Diesen Rückstand büßt man ab, entweder hier im irdischen Leben oder im Jenseits. Der Ablaß – und da liegt seine Kostbarkeit – gibt die unendliche Barmherzigkeit Gottes weiter.«

S. 7
Vor 150 Jahren starb der „Gesellenvater“

1849 gründete Kolping in Köln den Katholischen Gesellenverein, der eine fromme
Arbeiterbewegung ins Werk setze: Nicht Klassenkampf, sondern Rückbesinnung des Menschen auf Religion, Familie und Beruf. Mit nur 52 Jahren starb der als Seliger verehrte „Gesellenvater“. Nur kurz nach Kolping Tod gab es 400 Vereine im Rheinland.

S. 7
Erzbischof geißelt Anpassungsbedürfnis

Msgr. Charles Chaput, der Erzbischof von Philadelphia (USA) hat festgestellt, daß der Pastoralmißbrauch, zivilrechtlich geschiedene Wiederverheiratete zur Kommunion zuzulassen, seine Ursache „in einer kaum verschleierten seelsorglichen Verzweiflung und einem übertriebenen Bedürfnis nach Anpassung habe. Das Ergebnis werde aber nicht mehr, sondern weniger Glaube sein. Die Abkehr von der kirchlichen Lehre führe zum Zusammenbruch des christlichen Lebens. Die Kirche kann nicht barmherzig sein, wenn sie nicht wahrheitsliebend ist“, schrieb Msgr. Charles Chaput.

S. 26
Auf den Spuren des Modernismus

Auch heute herrscht selbst bei nicht wenigen glaubenstreuen Katholiken eine gewisse Unklarheit über die Entstehungsgründe des Modernismus, und damit ist eine doppelte Gefahr verbunden: daß der Begriff auf der einen Seite zum Schlagwort herabsinkt und so die Anzahl der unreflektierten Schlagworte vermehrt, die man sich heute in der Kirche um die Ohren schlägt, und daß auf der anderen Seite die mörderische Gefahr des Modernismus als Brutstätte jener Vielzahl von Irrtümern verkannt wird, die heute die Kirche nach dem berühmten Wort von Paul VI. bis an den Rand der Selbstzerstörung bringen.

S. 32
Christoph Probst – Das Leben eines Aufrechten

1943 wurden die Studenten Hans und Sophie Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf und Kurt Huber hingerichtet - die Widerstandsgruppe Weiße Rose. An einen von ihnen, der in der Haft die Taufe empfing, soll hier erinnert werden.

S. 40
Was ist Philosophie – Teil XIV

Was ist Philosophie? Was ist der Mensch? Wozu ist er da? Die KU setzt hier eine Artikelreihe fort, die den interessierten Leser an die großen Fragen des philosophischen Denkens heranführen will. Die Autorin ist eine Ordensfrau aus dem Dominikanerorden, die ungenannt bleibt. In dieser Ausgabe beschäftigt sie sich mit den philosophischen Gottesbeweisen.

S. 50
Papst und Bekenner – Der Hl.Silvester

Papst Silvester kam im dritten Jahrhundert zur Welt und war von 314 bis zu seinem Tode im Jahre 335 Papst. In seine Amtszeit fiel das Ende der furchtbaren Christenverfolgungen. Nach der Legende soll er Kaiser Konstantin den Großen getauft und damit von einer Aussatzerkrankung geheilt haben

S. 52
Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht Teil 40 Verhältnis Altes – Neues Testament

An anderer Stelle dieser Artikelreihe wurde schon beschrieben, wie selbst hochrangige jüdische Gelehrte zugeben, daß es zwischen dem Christentum und dem nachchristlichen Judentum scharfe Unterschiede gibt, die nicht durch einen
verharmlosenden „Kuschelkurs“ auszugleichen sind. Dabei können wir auch
keinem Kompromiß dergestalt zustimmen, daß die Juden eine legitime Religion
haben, wenn sie das Alte Testament, bei ihnen die „hebräische Bibel“ genannt,
nach den rabbinisch-talmudischen Vorgaben lesen, wir Christen hingegen uns
auf das Neue Testament beschränken sollen.