Januar 2016

Titelblatt

S. 22
Barmherzigkeit Gottes ohne Umkehr des Menschen? - Gedanken zum Jahr der Barmherzigkeit

In seiner Predigt zur Öffnung der Heiligen Pforte sagte Papst Franziskus mit Blick auf das beginnende Heilige Jahr u. a.: „Wieviel Unrecht wird Gott und seiner Gnade getan, wenn man vor allem behauptet, dass die Sünden durch ein Gericht bestraft werden, anstatt allem voranzustellen, dass sie von seiner Barmherzigkeit vergeben werden (vgl. Augustinus, De praedestinatione sanctorum 12,24).“
Die vom Papst angeführte Augustinusstelle gibt nicht das her, was sie leisten soll. Die christlichen Autoren der Antike hätten sich wohl nicht träumen lassen, daß ihren Mitbrüdern im 20. und 21. Jh. jene von ihnen aufs heftigste bekämpfte Relativierung unserer Glaubenswahrheiten als katholisches Tagesmotto an die Hand gegeben würde.

S. 10
Die Phantasie verchristlichen

Seit nunmehr 20 Jahren besteht der kleine katholische Verlag von Petra Kehl. Aus bescheidenen Anfängen entstanden, sind bislang mehr als 55 Titel erschienen. Das Programm umfaßt hauptsächlich Bücher und Hörbücher für Kinder und Jugendliche, bietet aber auch Titel für Erwachsene, darunter die „Nachfolge Christi“ als Hörbuch. Nun erscheinen Bücher, die hauptsächlich der Unterhaltung dienen: Romane für Teenager und ein Krimi. Über die Ausweitung des Programms sprach die Kirchliche Umschau mit der Verlegerin.

S. 14
Wiederkehr des Pelagianismus - Die falsche Heilsgewißheit und der hl. Thomas von Aquin

Ganz wörtlich übersetzt meint „praesumptio“ soviel wie „Vorwegnahme“. Und es ist diese Bedeutung der dreisten Vorwegnahme des Heiles, die die heutige kirchliche Situation ganz genau trifft. In einigen lateinisch-deutschen Lexika wird „praesumptio“ auch mit „Anmaßung“ und „Überheblichkeit“ übersetzt.

S. 40
Islamismus und Islam - War Mohammed der erste Islamist?

Im Koran ist die Gewaltanwendung gegen Andersgläubige etwas Selbstverständliches.
Vielfach wird nun behauptet, der koranische Begriff Dschihad meine (nur) ein sittliches Ringen des Muslims gegen die eigene Trägheit und Unvollkommenheit. Diese Behauptung läßt sich jedoch nicht aus dem Koran belegen. Im Gegenteil! Bereits die noch in Mekka entstandene 52. Vers der Sure 25, bestimmt den Dschihad als eine Unternehmung gegen Andersgläubige.

S. 4
Das lieblose Reden

Wer die üble Nachrede aus der Welt schaffen könnte, hätte sie von einem großen Teil der Sünden und der Bosheit befreit.

S. 6
Bistum Limburg – Segensfeiern?

Schon lange gibt es im Frankfurter Gallus-Viertel Gottesdienste für Homosexuelle. Denn hier ist das Projekt „schwul und katholisch“ angesiedelt, das in diesem Jahr sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen feiert. Laut Bericht der FAZ vom 11. Dezember hat jetzt der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz angekündigt, daß man sich über
kirchliche Segnungsfeiern für Homosexuelle austauschen werde, über die man im Januar im Stadtkirchenforum sprechen werde: könne man doch diese Gerechtigkeitsfrage“ nicht unterdrücken.

S. 7
Greccio – Wo die Weihnachtskrippe entstand

Der Heilige Vater machte am 4. Januar eine „private“ Pilgerfahrt nach Greccio, der
„Heimat“ der Weihnachtskrippe. Mit nur kleinem Gefolge besuchte er das Franziskanerkloster. Die 90 Kilometer nördlich von Rom gelegene Gemeinde im Rietital sah im 13. Jahrhundert die erste „lebendige Krippe“.

S. 8
Vatikan – Diktatur des Relativismus

Eine monatliche VideoBotschaft des Papstes soll den aktuellen Gebetsintentionen des Heiligen Vaters unter den Gläubigen eine größere Beachtung verschaffn. Dies hat das erste, im Januar publizierte Video geschaff – und weltweit Verwirrung bei Katholiken ausgelöst. Die mediale Botschaft ist verheerend.

S. 8
Hunger in Äthiopien

Verschieden katholische Hilfswerke
haben vor einer humanitären Katastrophe in Afrika gewarnt. Die Gesellschaft verliere den Kontinent angesichts anderer Krisenherde vollkommen aus dem Blick.

S. 13
Geht zu Thomas! - Der gute Gott und das Übel

Wer nur für einen einzigen Birnbaum zu sorgen hat, der würde am liebsten Amseln und Drosseln ausrotten. Sie fressen die Birnen an. Wer sich aber nicht nur um einen einzigen Birnbaum zu kümmern hat, sondern um den ganzen Garten, dem sind auch die Vögel wichtig. Wer für das Ganze Sorge trägt, der nimmt in Kauf, daß ein paar Birnen kaputtgehen. Ihr Untergang ist Lebensgrundlage für die Vögel.
Mit dieser Überlegung antwortet Thomas auf einen Einwand gegen die Vorsehung Gottes.

S. 38
Eine römische Martyrerin - Heilige Martina

Die Kirche verehrt in Martina eine Blutzeugin des 3. Jahrhunderts. Urban VIII.
ernannte die hl. Martina angesichts der Bedrohungen der Kirche (z.B. Türkengefahr) zur Mit-Patronin Roms.

S. 47
Was ist Philosophie? Teil XV

Was ist Philosophie? Was ist der Mensch? Wozu ist er da? Die KU setzt hier eine Artikelreihe fort, die den interessierten Leser an die großen Fragen des philosophischen Denkens heranführen will. Die Autorin ist eine Ordensfrau aus dem Dominikanerorden, die ungenannt bleibt. In dieser Ausgabe beschäftigt sie sich mit der Frage von Gut und Böse.

S. 50
Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht Teil 41

Das Verhältnis Altes – Neues Testament im Fokus eines protestantischen Theologen.