Oktober 2016

Titelblatt

S. 30
Reginald Pole – der „engelsgleiche Kardinal“

Zu den blinden Flecken englischer Historiographie gehört die Lebens- und Leidensgeschichte des großen englischen Kardinals Reginald Pole (1500-1588), der verunglimpft, verachtet, gehaßt und verfolgt wurde, weil er sein Leben nicht schonte, um England wieder mit Rom zu versöhnen.

S. 12
Die Messe der Kirche – Eine Rezension eines neuen Buches von Dr. Heinz-Lothar Barth

Jeder, der die hl. Messe aller Zeiten wertschätzt, sollte dieses Buch lesen. Aber für alle, die diese Messe kritisieren, vor allem Theologen, sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre gehören. Heinz-Lothar Barth verteidigt sachlich, kompetent und streng argumentativ alle bisher vorgebrachten Argumente gegen das heilige Messopfer, die überlieferte Lehre vom Priestertum und gegen die Realpräsenz Christi unter den beiden Gestalten von Brot und Wein. Am Ende zeigt sich, daß kein einziger der seit Jahrzehnten vorgebrachten Einwände sich als haltbar erweist.

S. 4
Wo ist unsere Ergriffenheit?

Welche Ergriffenheit empfinden die Pilger, wenn sie die Stätten im Hl. Land besuchen wo er wohnte, starb, begraben wurde und auferstand! Doch um wieviel größer muß unsere Ergriffenheit sein, wenn wir in einer Kirche denselben Jesus im Allerheiligsten Sakrament gegenwärtig finden. Wenn einer zu Jesus bei seiner Himmelfahrt gesagt hätte: Herr, wenn Du uns Deine Zuneigung beweisen willst, bleibe bei uns unter der Gestalt des Brotes, damit wir Dich finden können, wann immer wir wollen! - welche Tollkühnheit hätte man in einer solchen Frage gesehen? Was aber kein Mensch wissen noch sich ausdenken konnte, das hat unser Erlöser sich ausgedacht und ausgeführt.

S. 4
Der Traum eines Bischofs

Msgr. Andreas Laun, Weihbischof in Salzburg – regelmäßiger Teilnehmer an Demonstrationen gegen das furchtbare Verbrechen der Abtreibung schrieb jüngst: „Mein Traum ist es: In allen Städten Europas gehen die Christen auf die Straße, geführt von ihren gut erkennbaren, entsprechend gekleideten Bischöfen, vielleicht sogar mit dem Papst an erster Stelle, und verkünden zusammen mit vielen anderen und andersgläubigen Menschen guten Willens eindeutig und kraftvoll das 5. Gebot Gottes für die ungeborenen, für die eingefrorenen und dann auch für behinderte und sterbende Menschen!“

S. 5
Enthaltsamkeit aus apostolischer Tradition

S. Em. Walter Kardinal Brandmüller hat Angriffe auf den Zölibat zurückgewiesen. Daß der Zölibat alte, geheiligte, auf die Apostel zurückgehende Überlieferung war, bezeugen die Werke kirchlicher Schriftsteller wie Clemens von Alexandrien und der Nordafrikaner Tertullian, die um das Jahr 200 lebten.

S. 5
Kirche der Barmherzigkeit?

Im Juli verfassten 45 katholische Theologen und Intellektuelle eine Kritik an Amoris laetitia. Die KU publizierte das Papier. Jetzt werden die mutigen Intellektuellen dafür abgestraft.

S. 5
Nicht in Interjektionen sprechen

Der Schriftsteller Martin Mosebach hat in einem Interview mit dem Magazin „Cicero“ die Twitter-Aktivitäten des regierenden Pontifex kritisiert. Der katholische Schriftsteller lehnt diese Kommunikationsform ab, weil sie keine komplexen Gedanken erlaube.

S. 6
Rosenkranzmonat – Der Herzenswunsch eines Papstes

Vergeblich wird man der zusammenbrechenden bürgerlichen Gesellschaft Heilung zu bringen suchen, wenn nicht die häusliche Gemeinschaft, dieser Ursprung und Urgrund allen menschlichen Zusammenlebens, mit allem Ernst zu den Richtlinien des Evangeliums zurückgeführt wird. Gerade für die Durchführung dieser überaus schwierigen Aufgabe erklären Wir nachdrücklich den Brauch des häuslichen Rosenkranzgebetes für besonders geeignet. (Papst Pius XII.)

S. 7
Papst wird nach Fatima reisen

Papst Franziskus hat bestätigt, daß er zum 100-Jahr-Jubiläum der Marienerscheinungen im Mai 2017 Fatima besuchen wird.

S. 7
Bischof bekräftigt Lehre von der Hölle

„Ja, natürlich gibt es die Hölle.“ Dies erklärte der Passauer Bischof Stefan Oster
in einem Interview mit der Bistumspresse. Der vor kurzem zum „Jugendbischof“ der Deutschen Bischofskonferenz gewählte Diözesanordinarius erinnerte dann, daß Gott die Freiheit des Menschen so ernst nehme, daß man durchaus sagen könne, man wolle mit ihm nichts mehr zu haben. Der Heilsuniversalismus – Christus ist für alle gestorben – ist oft in einen billigen Heilsautomatismus verwandelt worden: Alle kommen in den Himmel. Deswegen weiß die heutige Generation gar nicht mehr, was sie in der Kirche soll.

S. 7
Interview im Flugzeit

Vor Journalisten verwarf der Papst in einem Interview auf dem Rückflug von Georgien und Aserbaidschan die „Gendertheorie“, die davon ausgeht, dass Geschlechter lediglich soziale Konstruktionen sind. Er bezeichnete sie als „hinterlistige Indoktrinierung“, die der natürlichen Ordnung widerspreche.

S. 8
Vatikan-Bücher: Schätze werden digitalisiert

Das hochauflösende Computer-Scannen der Bücher soll sie vor zerstörerischer Benutzung retten. Ein wichtiger Nebeneffekt ist die Durchsicht der Schätze. Bei 80% der ältesten Manuskripte sind die Inhalte nicht wirklich überprüft. Hier könnten noch Überraschungen warten.

S. 8
Kinder-Euthanasie in Belgien

Der erste bekannte Fall von Euthanasie an Kindern in Belgien hat heftigen Protest aus dem Vatikan hervorgerufen. „Die Tötung auf Verlangen von Kindern hat nichts mit würdigem Sterben zu tun“, kritisierte auch die „Deutschen Stiftung Patientenschutz“ das Vorgehen. Damit verlasse das Königreich „die menschenrechtlichen Standards der EU“. Aber die europäischen Institutionen schweigen. Auch der Monarch der Belgier.

S. 8
Millionenprotest für Ehe und Familie

Am 10. September protestierten über eine Million Bürger in Mexiko gegen die Einführung der Homo-Ehe. Der Heilige Vater sprach sich auf dem Petersplatz bei seinem Angelus-Gebet für die Proteste aus.

S. 8
Rosenkranz in den Trümmern

Am 24. August hatte ein furchtbares Erdbeben im Grenzgebiet zwischen den italienischen Regionen Marken und Abruzzen 290 Menschen das Leben gekostet und drei Ortschaften fast völlig zerstört. Am 4. September besuchte Papst Franziskus in aller Stille, ohne Vorankündigung, die Bewohner. Auf einen früheren Besuch vor Ort hatte der Papst verzichtet, um keine Hilfsmaßnahmen zu behindern.

S. 9
Interreligiöses Treffen in Assisi im September 2016

Fast 30 Jahre nach dem ersten interreligiösen Treffen von Johannes Paul II. in Assisi am 27. Oktober 1986 hat der regierende Pontifex am 17. September an einem neuen „Weltgebetstag für den Frieden“ teilgenommen. Der Heilige Stuhl dachte einmal anders. Im Jahre 1928 schrieb Papst Pius XI. in seiner Enzyklika „Mortalium animos“ zum Thema „interreligiöse Treffen“: „»Derartige Versuche können von den Katholiken in keiner Weise gebilligt werden! Sie gehen ja von der falschen Meinung jener aus, die da glauben, alle Religionen seien gleich gut und lobenswert.“

S. 10
Reise in den Kaukasus

Es war die zweite Reise des Papstes in den Kaukasus. Sie führte ihn Ende September nach Georgien und nach Aserbeidschan. Diplomatisch war das vermintes Gelände.

S. 11
Der Engel von Dachau

Pater Engelmar Unzeitig ist am 24. September, 71 Jahre nach seinem Tod, seliggesprochen worden. Von seinen Mitgefangenen wurde er der „Engel von Dachau“ genannt. Der Marianhiller Missionar war vier Jahre lang im Konzentrationslager inhaftiert. Er hatte die Verfolgung der Juden auf Kanzel angeprangert.

S. 11
Verehrung des ermordeten Priesters

Der von Islamisten in der Pfarrkirche des französischen Saint- Étienne-du-Rouvray (Bild) hingerichtete Priester Jacques Hamel darf schon jetzt als Seliger verehrt werden. Dies hat Papst Franziskus dessen Bischof Dominique Lebrun von Rouen nach einem Besuch in der Papstresidenz „Casa Santa Martha“ bestätigt. Der Pontifex sagte nach Presseberichten: „Es gibt eine Sache, über die ich viel nachdenke: mitten in diesem schwierigen Moment, den er erlebte, inmitten auch dieser Tragödie, die er kommen sah … verlor er nicht die Klarheit, den Mörder anzuklagen und ihn zu benennen. Vater Jacques sagte deutlich: ‚Geh fort, Satan‘.“

S. 17
Ein Gegengift gegen den Naturalismus - Zwei Bücher des seligen Columba Marmion neu aufgelegt

Der selige Benediktiner-Abt Columba Marmion, geboren 1858 in Dublin, gestorben 1923 in der belgischen Abtei Maredsous, war ein großer Lehrer des geistlichen Lebens. Es ist erfreulich, daß sein Erstlingswerk „Christus, das Leben der Seele“ jetzt in einer soliden sprachlichen Bearbeitung neu vom Patrimonium-Verlag herausgegeben worden ist. Weihbischof Athanasius Schneider hat dieser Neuausgabe ein Vorwort beigegeben. Fast gleichzeitig erschien jetzt eine Auswahl geistlicher Briefe im Sarto-Verlag.

S. 17
Ein Gegengift gegen den Naturalismus - Zwei Bücher des seligen Columba Marmion neu aufgelegt

Der selige Benediktiner-Abt Columba Marmion, geboren 1858 in Dublin, gestorben 1923 in der belgischen Abtei Maredsous, war ein großer Lehrer des geistlichen Lebens. Es ist erfreulich, daß sein Erstlingswerk „Christus, das Leben der Seele“ jetzt in einer soliden sprachlichen Bearbeitung neu vom Patrimonium-Verlag herausgegeben worden ist. Weihbischof Athanasius Schneider hat dieser Neuausgabe ein Vorwort beigegeben. Fast gleichzeitig erschien jetzt eine Auswahl geistlicher Briefe im Sarto-Verlag.

S. 18
Der Selbstmord des Glaubens – Die neue Lehre von der „Gottwerdung des Menschen“

In der Zeitschrift „Ritter der Immaculata“ (1/2016), im Artikel „Das Vierte Geheimnis von Fatima“2, bringt der Autor Benjamin Aepli einen äußerst wichtigen Hinweis auf den Inhalt des bisher nicht veröffentlichten Teiles des Geheimnisses; es handelt sich um Aussagen von Papst Pius XII. Er machte noch als Kardinal-Staatssekretär folgende erstaunliche Aussage: „Diese Eindringlichkeit Mariens bezüglich der Gefahr, die die Kirche bedroht, ist eine göttliche Warnung gegen den Selbstmord der Veränderung des Glaubens, in ihrer Liturgie, in ihrer Theologie und in ihrer Seele.“ Kardinal Ciappi, drückte es so aus: „Im dritten Geheimnis wird unter anderem vorausgesagt, dass der grosse Glaubensabfall in der Kirche an der Spitze beginnen wird.“ Hier ist eine Präzisierung der Warnung vor dem Glaubensabfall gegeben, die man so bisher noch nicht lesen konnte.

S. 43
Keine halben Sachen für mich!“ – Die ehrwürdige Maria Teresa (Teresita) Gonzales-Quevedo (1930 – 1950)

Der Wunsch nach einer Berufung geht für Teresita in Erfüllung. Zwar bekennt sie: „Ich habe mich immer gern schön gekleidet.“ Jedoch: „Das wird enden, wenn ich in den Konvent eintrete. An der Schwelle des Noviziates werde ich die Welt verlassen, weil ich eine Heilige werden möchte. Keine halben Sachen für mich!“

S. 44
Was ist Philosophie? Teil XXII

Was ist Philosophie? Was ist der Mensch? Wozu ist er da? Die KU setzt hier eine Artikelreihe fort, die den interessierten Leser an die großen Fragen des philosophischen Denkens heranführen will. Die Autorin ist eine Ordensfrau aus dem Dominikanerorden, die ungenannt bleibt. In dieser Ausgabe beschäftigt sie sich mit der Gerechtigkeitslehre.

S. 50
Neuevangelisierung: Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht Teil 47 – Die Moderne Ablehnung der allegorischen Schriftdeutung

Leider sind die modernen katholischen Exegeten überwiegend jener von Martin Luther hoffähig gemachten weitgehenden Ablehnung eines geistlichen Sinns gefolgt, die dann den für das Christentum essentiellen Zusammenhang zwischen Altem und Neuem Testament empfindlich stört.