November 2016

Titelblatt

S. 28
Nichtmuslime in der islamischen Welt – Christen und der Aufstieg des Islam

Muslimische Bewegungen und Organisationen, welche eine radikale Rückkehr zu den Weisungen des Korans und der Scharia fordern und durchsetzen wollen, gewinnen in der islamischen Welt immer mehr an Bedeutung und Einflß. Die Rückbesinnung auf die wirklichen oder nur vermeintlichen Fundamente des Islam geht vielfach einher mit einer religiös begründeten Abwertung von Nichtmuslimen und wachsender Militanz gegenüber Andersgläubigen. Mohammed erhob den Anspruch, daß das von ihm geschaffene religiös verfaßte politische Gemeinwesen die von Gott gewollte Ordnung und Form menschlicher Gemeinschaft sei. Seitdem wird nicht selten mit brutaler Gewalt versucht, religiös begründete Wert- und Ordnungsvorstellungen unter Berufung auf göttliche Autorität Staat und Gesellschaft aufzuzwingen. Die Schriftbesitzer sind so lange zu bekämpfen, bis sie sich der politischen Herrschaft des Islams unterwerfen.

S. 12
Fátimas prophetische Mission – Impulse der mariologischen Forschung

Hundert Jahre nach den Ereignissen versuchte der 24. Mariologische Weltkongreß in Fátima, die Geschichte, Botschaft und Aktualität des portugiesischen Wallfahrtsortes mit wissenschaftlichem Anspruch aufzuzeigen. Den Teilnehmern stärkte der Kongreß aber auch die Hoffnung auf das Unbefleckte Herz Mariens als Zuflucht und Weg, der zu Gott führt. Vielleicht ermutigen die Eindrücke und Impulse zu einer Fátima-Wallfahrt im Jubiläumsjahr 2017.

S. 38
Die Problematik der Evolutionären Erkenntnislehre – Defizite und Gefahren

Nach der evolutionären Erkenntnislehre, wie sie vor allem Konrad Lorenz, Rupert Riedl und Gerhard Vollmer vertreten, ist menschliche Erkenntnis nur eine bloße Steigerung tierischer Erkenntnis. Tierische Reaktionen und menschliche Erkenntnisbemühung sind demnach Modifikationen einer allgemeinen Struktur der Realitätsverarbeitung, die sich – von der Amöbe bis Albert Einstein – nur nach dem Grad der Komplexität voneinander unterscheiden. Es ist der eine Gedanke der Evolution vom Urknall bis Albert Einstein, der den metaphysischen Wunsch nach Einheit zufriedenstellt.

S. 4
Albanien – Zeugen des Katholischen Glaubens

38 Blutzeugen, die zwischen 1945 und 1974 durch das kommunistische Regime in Albanien  ermordet wurden, sind auf Geheiß des Papstes in das Buch der Seligen der Kirche aufgenommen worden.

S. 5
Kardinal warnt Papst vor Kommunisten

Der emeritierte Hongkonger Erzbischof, S. Em. Joseph Kardinal Zen Ze-kiun (*1932) hat den Heiligen Stuhl mit klaren Worten vor einem informellen „Konkordat“ mit der rotchinesischen Regierung gewarnt. Seit 1955, der Gründung einer kommunistisch gesteuerten „patriotischen“ Gegenkirche in China, habe sich die Religionspolitik der kommunistischen Regierung nicht substantiell geändert.

S. 5
Unfehlbare Antwort auf Luther

Weihbischof Athanasius Schneider brachte die Papstintervention, die glaubenstreuen Katholiken ratlos zurückläßt, auf den Punkt: „Wir haben schon eine unfehlbare Antwort auf die Irrtümer Martin Luthers: Das Konzil von Trient“. Der mutige Weihbischof erinnerte an die Unfehlbarkeit der Verurteilungen des Konzils im 16. Jahrhundert. Die Kommentare des Papstes zur Reformation am Rande des Lund-Besuches besäßen diese Unfehlbarkeit nicht.

S. 6
Helfen Sie den Ungeborenen

1000plus ist keine Organisation, 1000plus ist ein Projekt. Das Ziel dieses Projektes ist es, ein Netzwerk aufzubauen, um schwangere Frauen im Konflikt zu beraten und ihnen zu helfen. Dazu schließen sich immer mehr Menschen, Initiativen und Vereine zusammen.

S. 7
Prophetische Stimme oder Widerstand gegen Rom

In der aktuellen Quartalsschrift „KARMELimpulse“, herausgegeben vom Teresianischen Karmel in Deutschland, findet sich der Artikel „Prophetische Stimme: Camilo Maccise OCD“. Pater Ulrich Dobhan OCD, Provinzial der deutschen Provinz der Unbeschuhten Karmeliten, stellt darin ein Buch vor, das bald beim Echter-Verlag erscheinen wird und den Titel: „Kirche im Winter“ trägt. Es wird interessant sein, festzustellen, wes Geistes Kinder er geprägt hat, auch und gerade unter Ordensmitgliedern deutschsprachiger Zunge.

S. 8
A Deo coronatus – Von Gott gekrönt: Der Aachener Dom als Krönungskirche der deutschen Könige

Fast 600 Jahre war Aachen die Krönungsstätte der deutschen Könige. Die Leser der Kirchlichen Umschau werden hier auf eine CD-Neuerscheinung der Edition SINFONIA SACRA e.V. aufmerksam gemacht: Mittelalterliche liturgische Gesänge der Aachener Krönungs- und Wallfahrtskirche – Gregorianische Gesänge aus der Krönungsliturgie der deutschen Könige, Kaiserlaudes »Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat«, Gesänge vom Fest der hl. Lanze, Gesänge zur Heiligtumsfahrt, Wallfahrergruß an das Gnadenbild »Ave Maria Kaiserin«. Ausführende: Schola Carolina Aachen, Leitung und Orgel: Dr.  Michael  Tunger, Aachen.

S. 9
„Reform der Reform“ wohl endgültig abgesagt

Der Rom-Korrespondent der Tagespost machte es am 4. November 2016 öffentlich: „Insgesamt scheint Kardinal Sarah sein Werben für liturgische Reformen einschränken zu müssen. Im Juli des Jahres hatte der Kardinal bei einer Konferenz in London die Priester der Kirche gebeten, am besten symbolträchtig vom I. Advent an, den Novus Ordo Missae „versus Dominum“ zu zelebrieren, also gegen Osten, so wie die frühen Christen. Der Kardinal verwies darauf, er Papst selbst habe ihn mit einer „Reform der Reform“ beauftragt. Der Presseamt des Heiligen Stuhles gab sofort eine Mitteilung heraus, daß es für das am 1. Adventssonntag beginnende neue Kirchenjahr keine „neuen liturgischen Direktiven“ zu erwarten seien. Man stellte darin auch noch fest, daß man „vermeiden solle, von ‚Reform der Reform’“ zu sprechen.

S. 10
Verpaßte Gelegenheit zur Rückkehr zur Tradition

Die Glaubenskongregation hat eine neue Instruktion „über die Beerdigung der Verstorbenen und die Aufbewahrung der Asche im Fall der Feuerbestattung“ veröffentlicht. Wird diese Instruktion irgend etwas bewirken? Kaum. Die Glaubenskrise im Bereich der letzten Dinge wird nicht überwunden mit der weiteren Verwässerung. Das neue vatikanische Dokument ist eine verpasste Gelegenheit, um den Auferstehungsglaubens zu festigen und zur Tradition zurückzukehren.

S. 11
Von verfolgten Christen und vergessenen Katakomben – Drei Erzählungen von Prälat Anton de Waal

Die Katakomben Roms, diese frühchristlichen Begräbnisstätten aus der Zeit der Christenverfolgungen beflügelten die Phantasie der damaligen Schriftsteller. Zahlreiche Erzählungen und Romane entstanden, die sich mit dieser „Heldenzeit“ der Kirche beschäftigten und sich mehr oder weniger an der historischen Realität orientierten. Die berühmtesten Werke sind zweifellos „Fabiola“ von Kardinal Nicholas Wiseman und „Quo vadis“ von Henryk Sienkiewicz. Doch ebenso zweifellos sind historisch präziser die Erzählungen von Anton de Waal.

S. 37
Wie man das Leiden Christi betrachten soll

Christus hat für uns gelitten, schreibt der heilige Petrus (1 Pt 2,21) und euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolget. Diese wenigen Worte unterrichten uns, wie wir das Leiden und Sterben Jesu Christi betrachten sollen.

S. 37
Was ist Philosophie Teil XXIII – Die drei Grundformen der Gerechtigkeit

Was ist Philosophie? Was ist der Mensch? Wozu ist er da? Die KU setzt hier eine Artikelreihe fort, die den interessierten Leser an die großen Fragen des philosophischen Denkens heranführen will. Die Autorin ist eine Ordensfrau aus dem Dominikanerorden, die ungenannt bleibt. In dieser Ausgabe beschäftigt sie sich mit den drei Formen der Gerechtigkeit

S. 50
Im Vandalensturm die Gottheit Christi bekannt - Die heiligen Papinianus und Mansuetus als Zeugen des untergegangenen nordafrikanischen Katholizismus

Am 29. November erinnert das Römische Martyrologium an die Zeit, in der in Nordafrika noch überall die Allerheiligste Dreifaltigkeit angebetet und verehrt wurde. Dieses Buch der großen Mahnung zur Glaubenstreue, aus dem an jedem Morgen im Rahmen des heiligen Offiziums gelesen wird, ruft das Martyrium der heiligen Bischöfe Papinianus und Mansuetus in das Gedächtnis der Katholiken.

S. 52
Neuevangelisierung: Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht  - Die Bedeutung des wörtlichen Sinns (Literalsinns) für die messianischen Passagen des Alten Testaments

Das Mysterium Christi stand allgemein für die gesamte Exegese des Alten Testaments bei den Kirchenvätern im Mittelpunkt, was man heute, von Ausnahmen abgesehen, zum ungeheuren Schaden der christlichen Religion, radikal aufgegeben hat. Denn ohne die Wurzeln des christlichen Glaubens im Alten Testament besteht die Gefahr für unsere Religion, in eine realitätsferne Welt, in einen falschen Spiritualismus und gnostische Dekadenz abzufallen, die die Schöpfung und alles, was zu ihr gehört, verachtet.