Januar 2011

Titelblatt

S. 24
400 Jahre Unsere Liebe Frau vom Guten Erfolg – Ihre Bedeutung für unsere Zeit

Am 2. Februar 2011 ereignet sich ein Jubiläum besonderer Art. Es ist der 400. Jahrestag der Segnung und feierlichen Inthronisierung des wundertätigen Gnadenbildes Unserer Lieben Frau vom Guten Erfolg in dem Kloster der Franziskanertertiaren von der Unbefleckten Empfängnis in Quito, Ecuador. Seine überregionale Bedeutung erhält das Jubiläum daher, daß die Muttergottes mit ihren dortigen Erscheinungen Prophezeiungen verbunden hat, die das 20. und 21. Jahrhundert betreffen, also unsere Zeit!

S. 4
Neuer Syllabus gefordert

Msgr. Athanasius Schneider, deutschstämmiger Auxiliarbischof von Karaganda in Kasachstan, hat auf einer vielbeachteten theologischen Tagung im Rom einen „neuen Syllabus“ vorgeschlagen. Ein Syllabus ist ein „Verzeichnis“ von theologischen Irrtümern, die das Lehramt verurteilt.

S. 8
Ein trauriges Jubiläum feierlich begehen?

Nach seinem ersten Angelus-Gebet im Neuen Jahr hat Papst Benedikt XVI. am Mittag des 1. Januar angekündigt, im kommenden Oktober 2011 nach Assisi zu reisen. Er wolle dort des ersten „Assisi-Treffens“ vor 25 Jahren gedenken. Johannes Paul II. hatte 1986 unter großem Protest überlieferungstreuer Katholiken über 150 führende Religionsvertreter in die Franziskus-Stadt Assisi geladen um mit Vertretern auch nichtchristlicher Religionen einen gemeinsamen „Weltgebetstag für den Frieden“ abzuhalten. Während dieser Veranstaltung vollzogen die Vertreter verschiedener „Weltreligionen“ an den unterschiedlichsten Orten – auch in Kirchen – ihre Kulthandlungen.
In seinem Buch „Glaube, Wahrheit, Toleranz – das Christentum und die Weltreligionen“ versucht der damaligen Präfekten der Glaubenskongregation und heutigen Papst zum Assisi-Treffen 1986 eine Interpretation, die ihren kritischen Charakter – bei aller Reverenz vor dem damaligen Papst Johannes Paul II. – nicht verbergen kann: „Während beim multireligiösen Gebet zwar im gleichen Kontext, aber doch getrennt gebetet wird, bedeutet interreligiöses Gebet ein Miteinanderbeten von Personen oder Gruppen mit verschiedener Religionszugehörigkeit. Ist das überhaupt in aller Wahrheit und Redlichkeit möglich? Ich bezweifle es.“

S. 32
Mehrheitsentscheid statt Naturrecht? Letzte Konsequenz der modernen Religionsfreiheit

In dem Interview „Der Staat fällt keine Wahrheitsurteile“ (Die Tagespost vom 4. Dez. 2010) trat der zum Opus Dei gehörende Prälat und Philosophieprofessor Martin Rhonheimer für eine völlige Trennung von Staat und Kirche ein – also nicht nur für eine Unterscheidung der jeweiligen Aufgabenbereiche, wie sie traditioneller katholischer Lehre entspricht. Mit seinen Überlegungen wollte er die neue Lehre des II. Vatikanums von der Religionsfreiheit verteidigen.
Alles soll nach Rhonheimer im demokratischen Staat ausschließlich durch Mehrheitsbeschlüsse geregelt werden. Selbst naturrechtlichen Bindungen, so richtig sie auch sein mögen, kämen für die Praxis der Politik letztlich keine Bedeutung zu.

S. 5
„Biete Deine Macht auf, o Herr, und komm!“

Wie in den vorhergehenden Jahren auch, hat der Papst wenige Tage vor Weihnachten eine Ansprache an die Kurie gehalten, die auch diesmal große Beachtung gefunden hat. Bei seiner Ansprache beleuchtete der Papst drei große Themenkomplexe: die Erschütterungen der Kirche durch die Fälle von klerikaler Unzucht und Schändung von Minderjährigen, die Bischofssynode über den christlichen Orient und seine Auslandsreisen.
Seine diesjährige Rede hob an (und endete) mit einem uralten Text der katholischen Liturgie „Biete Deine Macht auf, o Herr, und komm!“ Es sind Gebete, die wohl in der Zeit des untergehenden Römischen Reiches formuliert worden sind. Die Auflösung der tragenden Ordnungen des Rechts und der moralischen Grundhaltungen, die ihnen Kraft gaben, ließ die Dämme zerbrechen, die bisher das friedliche Miteinander der Menschen geschützt hatten. Eine Welt war im Untergang begriffen. Häufige Naturkatastrophen verstärkten noch diese Erfahrung der Ungeborgenheit. Es war keine Macht in Sicht, die dem hätte Einhalt gebieten können. Um so dringender war der Ruf nach Gottes eigener Macht.
Es wird den geneigten Leser interessieren, daß die uralten „Excita-Gebete“ sich im überlieferten Meßbuch am 1.,2. und 4. Sonntag und am Quatember-Freitag der Adventszeit finden. Die Liturgiereform hat sie verdrängt.

S. 12
Die Anbetung Jesu durch die heiligen Drei Könige

Im Anschluß an den sechsbändigen Kommentar des Salzburger Exegeten Dillersberger (1953) möchten wir passend zur Weihnachtszeit, die noch bis zum 2. Februar geht, die Perikope von der Anbetung der Heiligen Drei Könige (Mt 2, 1-12) auswählen und kommentieren.

S. 18
Russisch und katholisch - Ein Gespräch mit Vater Gabriel, dem Pfarrer der katholischen Russen in Paris

Die Gläubigen der Katholischen Kirche gehören seit apostolischer Zeit verschiedenen Riten an. So gibt es nicht nur Gläubige des lateinischen Ritus, sondern auch Katholiken, die in ihrer Liturgie anderen ehrwürdigen Überlieferungen folgen. Über 20 Ritus-Kirchen, die oft “unierte Kirchen” genannt werden, teilen den Glauben der römisch-katholischen Kirche und hängen mit großer Liebe am Papsttum, wenn sie auch in der Verwaltung große Eigenständigkeit genießen. Die KU sprach in Paris mit dem Pfarrer, Vater Gabriel, über die Geschichte der russischen Katholiken des byzantinischen Ritus, über deren Gottesdienst und deren Zeugnis im Licht der Marienerscheinung von Fatima. Für den traditionstreuen Katholiken des lateinischen Ritus ist der Blick auf die Brüder und Schwestern des byzantinischen Ritus von höchstem Interesse, gerade in einer Zeit, in der die Ostkatholiken als „Hindernis für die Ökumene“ angesehen werden.

S. 30
Über die Banalisierung der Sexualität – Note der Kongregation für die Glaubenslehre

Die römische Glaubenskongregation hat am 21. Dezember eine „Note“ veröffentlicht, die die Lehre der Kirche über die  Ehemoral klarstellt. Dieses Dokument war nötig geworden, da die Äußerungen des Pontifex zum Gebrauch von Kondomen, die in einem vor wenigen Wochen erschienenen Interview-Buch veröffentlicht wurden, von den Medien mißverstanden wurden.

S. 38
Abraham: ein „interreligiöser Friedensstifter“?

Ein Hinweis auf ein ökumenisches Mißverständnis

S. 40
Wie „Asche im Wind“ - über die grausame Realität in den chinesischen „Laogai“-Lagern

China hat eine Vergangenheit, deren Schatten bis heute reich. Eine Buchbesprechung des Erlebnisberichtes „Donner der Nacht“ von Harry Wu.

S. 42
Das sakramentale Leben des Christen

In dieser KU beginnt eine neue katechetische Artikelserie über die sieben Sakramente. Pater Michael Weigl eröffnet diese Vertiefung des Glaubenswissens nach einer Einführung über das Sakramentale Leben der Katholiken im Allgemeinen in dieser Ausgabe mit der heiligen Taufe.

S. 50
Wahrheit in Liebe – Der Hl. Franz von Sales

S. 52
Die Herz-Mariä-Weihe

Papst Pius XII. hat sich im Anschluß an die von ihm vorgenommene Weihe der Welt an das Unbefleckte Herz Mariens an den Weltepiskopat gerichtet: Es sollen sich nicht nur die Diözesen, sondern auch alle Pfarreien und sogar die einzelnen Familien anschließen und sich dem Herzen Mariens weihen. – Da sich die Mittel, die die Kirche zur Rettung der Seelen empfiehlt, nicht ändern, erscheint es auch für unsere Tage sinnvoll, Weihegebete zu diesem Zweck – und entsprechende Hinweise zu ihnen – zu dokumentieren. In der letzten Ausgabe wurde in einer ersten Folge begonnen mit der ‚Weihe der Diözesen‘. An dieser Stelle nun setzen wir die Dokumentation fort für die Weihe der Pfarreien.