Mai 2011

Titelblatt

S. 14
Die allerseligste Jungfrau Maria – die Mutter des Priesters

Der katholische Priester steht in einem besonderen Verhältnis zu Maria, der Mutter des ewigen Hohenpriesters Jesus Christus. Ihre Gestalt zieht ihn an, drängt sich ihm in seinem täglichen Priesterleben auf. Maria ist eine unumgängliche Achse des Priestertums.

S. 11
Keine Einheit ohne Wahrheit! – Ein neues Buch von Dr. Heinz-Lothar Barth warnt vor dem Relativismus durch interreligiöse Aktivitäten

Im Zusammenhang mit der Seligsprechung von Johannes Paul II. erschien in diesen Tagen ein neues Buch aus der Feder von Dr. Heinz-Lothar Barth. Der Bonner Hochschullehrer, der sich seit vielen Jahren einen Namen als Publizist auf theologischem Gebiet erworben hat, legte den zweiten Band seines Werkes „Keine Einheit ohne Wahrheit“ vor. War der erste Band noch „Überlegungen zur antichristlichen Ideologie des Ökumenismus“ gewidmet, versucht der soeben ausgelieferte zweite Band eine Kritik der unter Johannes Paul II. stattgefundenen interreligiösen Aktivitäten.

S. 32
Das Privileg Israels

Wenn, wie Paulus und die anderen Apostel und Jünger Jesu immer wieder betonen, für den Menschen das einzige Heilmittel zur Aufhebung der Trennung von Gott allein Jesus Christus ist, dann ist die missionarische Verbreitung der Frohen Botschaft unter allen Völkern und Menschen, ob Juden oder „Heiden“, ein unausweichliches Muß. Das Neue Testament kennt keinen Sonderheilsweg, sondern nur einen Erlöser aller Menschen.
An jedem Ort der Missionsreisen in der Apostelgeschichte steht zu Beginn die Predigt in der Synagoge. So richtet sich die Botschaft an die Heiden erst, wenn die Juden das Evangelium gehört und abgelehnt haben. Das Privileg Israels als ersten Adressaten der Verkündigung bleibt gerade auch nach Ostern bestehen, wie die einschlägigen Stellen in den Schriften des Neuen Testaments. Das Zeugnis des Neuen Testaments für die Judenmission ist an Deutlichkeit nicht zu überbieten.

S. 4
Zum Teil erfüllt?

Seitdem das dritte Geheimnis von Fatima im Jahr 2000 mit einer offiziösen Interpretation des Vatikan veröffentlicht worden war, gab es immer wieder Stimmen, die die Auslegung des Geheimnisses auf das Attentat auf Johannes Paul II. oder die Vollständigkeit mit guten Argumenten bezweifelten. Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, der bisher selbst immer an der ersten Interpretation festgehalten hatte, hat im Umfeld der jüngsten Seligsprechung zwei Interviews gegeben, in denen Fatima angesprochen wurde. Bertone benutze im Interview aber eine auffällige Einschränkung: „Das Dritte Geheimnis von Fatima hat sich ‚zum Teil‘ („è compiuto in parte”) in der von Schwester Lucia gegebenen Beschreibung erfüllt.

S. 5
Seligsprechung: Ist Johannes Paul II. selig durch seinen „starken und großherzigen, seinen apostolischen Glauben“? Ein Kommentar zur Seligsprechung

Wer will es den Katholiken, die der Tradition treu sind, verübeln, daß sie die Aussage von Benedikt XVI., Johannes Paul II. sei gerade durch seinen „starken“ und „apostolischen“ Glauben selig, nicht nachvollziehen können, sondern geradezu als eine Zumutung empfinden?!
Es ist für einen rechtgläubigen Katholiken unbegreiflich, wie man diesen Papst durch seine Seligsprechung der ganzen Welt als großes Vorbild hinstellen kann. Sein Handeln entsprach in vielen Fällen ganz offensichtlich nicht mehr dem Evangelium und dem überlieferten Glauben. Diese Seligsprechung ist darum eine Zeitbombe für die Kirche.

S. 8
Kardinal Lehmann bleibt

Seine Eminenz Karl Kardinal Lehmann bleibt weiter im Amt. Der Heilige Vater hat den Amtsverzicht des Mainzer Oberhirten, den dieser nach den Bestimmungen des neuen Kirchenrechts von 1983 zu seinem 75. Geburtstag pflichtgemäß angeboten hatte, nicht angenommen. Die Apostolische Nuntiatur teilte dem 87. Nachfolger des hl. Bonifatius mit, daß der Papst ihn bitte, über seinen Geburtstag am 16. Mai hinaus im Amt zu bleiben. Dieser Bitte hat der Kardinal entsprochen.

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S. 9
Tapfer und treu

Am 6. Mai legten 30 neue Soldaten der Päpstlichen Schweizergarde erstmalig ihren Treueeid auf die Person des Papstes ab.

S. 19
Neuer Gerd-Klaus Kaltenbrunner verstorben – ein Nachruf

Am 12. April 2011 verstarb der Publizist und philosophischer Essayist Gerd-Klaus Kaltenbrunner. Der Autor wurde in seiner österreichischen Heimat beerdigt. Die Exequien wurden im überlieferten Ritus der Kirche gehalten.

S. 20
Innerkirchliche Selbsttäuschungen

Man geniert sich nicht, an höchster Stelle und beim progressiven Fußvolk von immer neuen konziliaren Aufbrüchen zu sprechen und dies sehenden Auges angesichts der ungeheuren Abbrüche, die allenthalben vom einstmals so großartigen „Haus voll Glorie“ nur Ruinen übrig lassen.

S. 24
Die babylonischen Türme müssen fallen – Die Ablehnung Christi wird zur Drangsal der heutigen Zeit.

Der Mensch hat sich von Gott losgerissen und so hat er von nun an eine Welt vor sich, wie sie ohne Gott wäre, er sieht alle Dinge, wie sie wären, wenn es Gott nicht gäbe.
Gott wird nicht bis ans Ende zusehen, er wird es nicht zulassen, daß die Menschen immer neue, immer höhere babylonische Türme eines antichristlichen Allmachtswahnes errichten. Die babylonischen Türme müssen fallen.

S. 40
Streiter Christi – Eine Katechese über das Firmsakrament

Der hl. Bellarmin schreibt in seinem Katechismus treffend: „Das zweite Sakrament heißt Firmung, weil seine Wirkung darin besteht, einen Menschen im Glauben firm, also fest zu machen.“ Die Urwirkung des Sakraments der Firmung ist also, uns zu „vollkommenen Christen“ zu machen.

S. 44
Sind Gottesbeweise möglich? – Nur wenn die Welt aus Gott kommt, kann der Mensch dem Dasein trauen

Viele „Gläubige“ sind heute der Meinung, daß der Glaube an Gott nicht in die Zuständigkeit der Vernunft falle, sondern vielmehr in existenziellen Prägungen und subjektiven Erfahrungen und Gefühlen wurzele, letztlich in dem Wagnis eines fraglosen Vertrauens, da sich Gott menschlichen Denkbemühungen entziehe und nicht bewiesen werden könne. Gegen diesen auch innerhalb der Kirche um sich greifenden und nicht zuletzt auch bei Theologen verbreiteten „Fideismus“ hatte schon 1870 das Erste Vatikanische Konzil die natürliche Erkennbarkeit Gottes feierlich zum Dogma erklärt.

S. 50
Sankt Athanasius – Triumph  der Rechtgläubigkeit

Keine Verbannung und keine Verleumdung – der Heilige wurde wegen verschiedener Verbrechen bis hin zum Mord angeklagt – hatten es vermocht, ihn von seinem unbeirrbaren Kampf für den rechten Glauben abzubringen.

S. 52
Konzil – Die kritische Lage der Kirche

Nicht wenige der Analysen des regierenden Papstes über die bedrückende Realität der Kirche sind einem breiten kirchlichen Publikum unbekannt. Hier einige Beispiele.