Januar 2012

Titelblatt

S. 6
„Jetzt ist die Zeit gekommen!“ - Ein Kardinal ermutigt zur Rückkehr zur alten Messe

Die Internationale Föderation Una Voce, die sich seit 1964 für die Bewahrung der liturgischen Tradition, der lateinischen Kultsprache, des Gregorianischen Chorals und des kirchlichen Erbes der Musica sacra einsetzt, hat ein bemerkenswertes Schreiben von S. Em. Albert Malcolm Kardinal Ranjith veröffentlicht. Es handelt sich um einen Brief, den er als Erzbischof von Colombo (Sri Lanka) verfaßte. In dem genannten schriftlichen Grußwort an die im vergangenen November in Rom tagende Vollversammlung der Una Voce sprach sich der Purpurträger zur Rückkehr zum alten Meßritus aus, den er als „wahre Liturgie“ der Kirche bezeichnete. Die KU veröffentlicht  die Übersetzung des Kardinal-Schreibens.

S. 16
Der König des Himmels und seine Botin – Zum 600. Geburtstag der französischen Nationalheiligen Jeanne d’Arc

Am 6. Januar 2012 jährte sich der 600. Geburtstag der heiligen Johanna von Orléans (1412-1431), der französischen Nationalheiligen. Ihr
faszinierender, wenn auch kurzen Lebensweg, endete auf dem Scheiterhaufen ihrer Feinde.

S. 20
Das Lob der heiligen Johanna

Welche geheimnisvolle Kraft kann eine ungebildete Bauerntochter, die aus einem abgelegenen Dorf am Rande eines in Agonie liegenden
Landes stammt, zu einer Heerführerin umgestalten, die den Hoffnungslosen neuen Mut schenkte? Es war dieser Mut, durch den einst
Heilige eine Nation errichteten, die es verdiente „älteste Tochter der Kirche“ genannt zu werden.

S. 26
Was opfert die Kirche? - Die altehrwürdigen Offertoriumsgebete

Immer wieder begegnet man heute dem Versuch, die Liturgiereform zu verteidigen, indem verschiedene Elemente und Aspekte der überlieferten lateinischen Messe angegriffen werden. Manchmal liegen solchen Attacken echte – oft sogar grobe – Mißverständnisse zugrunde. Hier wäre mit geduldiger Aufklärungsarbeit vielleicht einiges zu erreichen. Kaum gelingen wird ein solches Unterfangen jedoch, wenn die den traditionellen Kult kritisierenden Zeitgenossen von ideologischen Vorurteilen geleitet sind und sich weniger an wissenschaftlichen Erkenntnissen als an ihrem subjektiven Empfinden orientieren.

S. 8
Taufspendung durch Benedikt XVI.

Am 8. Januar 2012 spendete Papst Benedikt XVI. in der Sixtinischen Kapelle sechzehn römischen Kindern die heilige Taufe. Die Neugeborenen stammen aus Familien, deren Mütter oder Väter für den Vatikan-Staat, das römische Vikariat oder die päpstliche Kurie arbeiten.
S. 44, Anm. 13). Von nicht wenigen Vatikan-Journalisten wurde hervorgehoben, daß der Heilige Vater den Novus Ordo am Hochaltar der Sixtinischen Kapelle feierte. Bahnt sich hier die „Reform der Reform“ an? Wohl nicht, wenn man den Taufritus beachtet, den der Papst benutzte. Die Kindertaufe vollzog sich in der „reformierten Form“, zu deren schärfsten Kritikern in der Vergangenheit der Papst selbst gehörte.

S. 10
Sie diktieren die Agenda

Der sonst eher mit äußerst progressistischen Äußerungen – z.B. „Frauenpriestertum“ und interreligiöser Dialog – an die Öffentlichkeit gehende
Patriarch von Lisabon, S. Em. José Kardinal da Curz Policarpo, hat in einem Interview mit einer portugiesischen Monatszeitschrift den „direkten
Einfluß“ der Freimaurerei auf die Politik seines Landes und die internationalen Organisationen beklagt. „Die Logen diktieren die Agenda“, so der
Purpurträger.

S. 10
Ist Denkmal wird gestaltet

Die riesige Bronze-Statue des früheren Papstes Johannes Paul II. auf dem Vorplatz des römischen Hauptbahnhofs soll „umgestaltet“ werden.

S. 12
Austritt ist nicht gleich Austritt! – Wie Rom zur deutschen Kirchensteuer steht

Nicht jeder, der aus der Gesellschaft der Kirchensteuerzahler austreten will, will die Kirche verlassen..
Aufgrund des offensichtlichen massiven Mißbrauchs der enormen Finanzmittel für Initiativen und Institutionen, die der katholischen Glaubens- und Sittenlehre fernstehenden und geeignet sind, den Glauben zu zerstören, sind heute viele gute Katholiken verbittert.
Es ist eine Tatsache, daß jeder in Deutschland, der keine Kirchensteuer mehr zahlen möchte (aus welchen Gründen auch immer), deswegen vor dem Amtsgericht seinen Austritt aus der Kirche erklären muß und dann unweigerlich - ohne weitere Anhörung - von der Ortskirche als exkommuniziert eingestuft wird. Aber viele praktizierende Katholiken wollen keinen Beitrag zur Zerstörung des Glaubens leisten und ihre Beitragspflicht lieber dem Heiligen Stuhl direkt oder katholischen Ordensgemeinschaften zukommen lassen. Sie wollen nur diese Art der Kirchensteuer nicht leisten, eben weil sie der katholischen Lehre treu sein wollen.
Der Heilige Stuhl hat schon 2009 eine klare Unterscheidung getroffen, was der Gang zum deutschen Amtsgericht bedeuten „kann“ oder eben auch nicht – und eine klare Richtlinie vorgegeben, die von den deutschen Bischöfen bisher offensichtlich bewußt ignoriert wird.
Die KIRCHLICHE UMSCHAU dokumentiert ein Schreiben des Päpstlichen Rates für die Interpretation der Gesetzestexte von 2009, die eine eindeutige kirchenrechtliche Auskunft zu dieser Problematik gibt.

S. 14
Konsistorium im Februar 2012: Zweiundzwanzig neue Kardinäle

Der Heilige Vater hat am Vigiltag von Epiphanie ein Konsistorium – eine Versammlung der Kardinäle – für den 18. Februar 2012 angekündigt, in dessen Rahmen er zweiundzwanzig neue Purpurträger kreieren will. Die KU nennt die Namen der vom Papst in den Senat der Kirche berufenen künftigen Kardinäle.

S. 14
Konsistorium im Februar 2012: Zweiundzwanzig neue Kardinäle

Der Heilige Vater hat am Vigiltag von Epiphanie ein Konsistorium – eine Versammlung der Kardinäle – für den 18. Februar 2012 angekündigt, in dessen Rahmen er zweiundzwanzig neue Purpurträger kreieren will. Die KU nennt die Namen der vom Papst in den Senat der Kirche berufenen künftigen Kardinäle.

S. 36
Unversöhnlich: Die vor- und nachkonziliare Wirklichkeit am Beispiel der Gottesdienstgemeinschaft mit Nichtkatholiken

Die Glaubenskongregation hat am 7. Januar 2012 eine umfangreiche „Note mit pastoralen Hinweisen zum ‚Jahr des Glaubens‘“ veröffentlicht, in ihrer Art eine Ausführungsbestimmung für das vom Papst ausgerufene Besinnungsjahr. Man setzt weiter auf erprobt Unwirksames. Die ganze Note atmet an so manchen Stellen den „Geist des Bruches“ mit den traditionellen Erneuerungsmaßnahmen, die in der Kirchengeschichte wunderbare Früchte hervorgebracht haben.

S. 42
Die wahre Freiheit der Frau: Emanzipation – was denkt die Kirche darüber?

Die christliche Ehe ist kein „weltlich Ding“, sie ist von Gott selbst eingesetzt und zur Würde eines Sakramentes erhoben. Sie muß deshalb in ihrer Lebenswirklichkeit auch dem Willen und der Idee des dreifaltigen Gottes folgen.

S. 44
Vernunftbegabter Geist oder bloße Natur? - Zum Schöpfungsglauben gibt es keine vernünftige Alternative

„An den Zufall zu glauben, das mutet jedem materialistischen Evolutionisten zu, noch weit Unglaublicheres für wahr zu halten, als das, was wir anderen armen Christen glauben.“ François Mauriac, Nobelpreisträger (1885-1970)

S. 54
Johannes Bosco: Der Jugendapostel von Turin

Religiöse Bildung und sinnvolle Ausgestaltung der Zeit zur Vermeidung aller Gelegenheit zum Bösen prägten Don Boscos Erziehungsmethode