März 2012

Titelblatt

S. 18
Das Konzil hinter dem Konzil – Die Strippenzieher

Heute kann deutlicher belegt werden, wie bestimmte Interessensgruppen den Verlauf des Konzils und seine spätere Interpretation durch zweifelhafte Verfahren und durch die Aufnahme bewusst mehrdeutiger Formulierungen in die Texte stark beeinflusst haben. Eine kurze Darstellung über Lobbyarbeit, Berater, Bischofsgespanne, die Beeinflussung der öffentlichen Meinung über die Presse, Manipulationen, Geschäftsordnungstricks, Erringung der Deutungshoheit und dem Geist des „Geist des Konzils“.

S. 14
„Vergessen Sie Jerusalem nicht!“ – Ein Interview mit dem katholischen Priester Dr. Peter Madros aus dem Heiligen Land

Peter Hanna Madros ist ein katholischer Priester aus dem Heiligen Land. Der Palästinenser wurde 1949 in Jerusalem geboren. Durch deutsche Wohltäter konnte er in Rom studieren und ist mittlerweile ein doppelt promovierter Theologe. 1972 wurde er für das lateinische Patriarchat von Jerusalem zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Beit Jala (neben Bethlehem). Heute unterrichtet er an der Universität Bethlehem und betreut Schulen und katholische Medien. Die Kirchliche Umschau sprach mit ihm über die Lage der Christen im Heiligen Land.

S. 32
Die Mission des hl. Joseph

Der hl. Joseph war der Beschützer der allerseligsten Jungfrau Maria und des Jesuskindes. Dank dieser ihm von Gott zugewiesenen Aufgabe sprechen ihm die Theologen eine höhere Gnade und Seligkeit zu als den größten anderen Heiligen. Seine bewundernswerten, ihm von Gott verliehenen Tugenden waren seiner Mission genau angepaßt.

S. 46
Neuevangelisierung – Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht

Der Heilige Vater möchte ein „Jahr des Glaubens“ feiern. Anlaß ist der Beginn des II. Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren. Die Glaubenskongregation hat in sog. „Pastoralen Hinweisen“ den Klerus aufgefordert, die Dokumente dieser Synode und den neuen Katechismus – auch Welt- oder Konzilskatechismus genannt – zu studieren. Dr. Heinz-Lothar Barth untersucht in einer Artikelreihe die Schwachstellen des neuen Katechismus.

S. 4
Der Heilige Rock – Katholisch ist man ganz und unversehrt oder man ist es nicht.

Eine der kostbarsten Reliquien des Lebens und Leidens unseres Herrn Jesus Christus wird in Trier aufbewahrt: der nahtlose und unversehrte Heilige Rock. Vom 13. April bis 13. Mai 2012 ist die Tunika des Herrn wieder Anziehungspunkt vieler Pilger. Die KU-Redaktion lädt ihre Leser für den Sonntag, den 6. Mai 2012 zur überlieferten hl. Messe in die Maximin-Kirche ein, zu der traditionstreue Katholiken von nah und fern nach Trier kommen.

S. 4
Die Niederen Weihen und ein Skandal

Es kam sicher der Sensationslust des Medienpublikums entgegen, wenn Anfang Februar alle großen Zeitungen titelten: „Piusbrüder weihen Exorzisten.“ Die Artikel nahmen eine jährlich wiederkehrende Zeremonie im traditionstreuen Priesterseminar Herz Jesu im bayrischen Zaitzkofen bei Regensburg zum Vorwand, um einen „Skandal“ zu konstruieren. In Wirklichkeit handelt es sich bei der Weihezeremonie um einen ganz normalen Vorgang, der fast so alt ist wie die Kirche selbst. 
Die verschiedenen Stufen der Weiheordnung sind genau in der Form und Reihenfolge, wie sie in der Kirche immer praktiziert wurden, bereits sicher für das Jahr 249 belegt. Jene Weihestufen einschließlich der höheren Weihe des Subdiakonats sind ferner auf dem Trienter Konzil durch einen dogmatischen Kanon geschützt worden Außerdem wird dort ihr hohes Alter betont. Daher ist nicht nachzuvollziehen, warum Papst Paul VI. 1972 diese Weihen „abgeschafft“ hat.

S. 5
Die Apostolische Reise nach Lateinamerika

Vom 23.-29. März 2012 besucht Papst Benedikt XVI. Mexiko und Kuba. Fast 9 von 10 der 115 Millionen Mexikanern bezeichnen sich als Katholiken. Trotzdem trifft der Papst in Mexiko auf ein seit 1917 „laizistisch“ verfaßtes Gemeinwesen.
Auf Kuba war nach der Revolution 1959 die Ausübung des katholischen Glaubens jahrzehntelang verboten gewesen. 1992 strich man jedoch in der Verfassung den Begriff „atheistischer Staat“.

S. 6
Nagasaki bald ein Nationalheiligtum Japans

Die katholische Bischofskonferenz in Japan will den Ort des Martyriums der Proto-Martyrer ihres Landes zum Nationalheiligtum erklären.
Am 5. Februar 1597 wurden auf dem Berg Tateyama der südjapanischen Hafenstadt Nagasaki drei Jesuiten, darunter der Japaner Paul Miki, sechs Franziskaner und siebzehn japanische Laien, davon viele Mitglieder des III. Ordens des hl. Franziskus, gekreuzigt. Unter den Blutzeugen befanden sich auch ein 12- und ein 15-jähriger Junge, die eifrige Meßdiener waren. Von dem jüngsten Martyrer, dem hl. Ludwig Ibaraki, einem zwölfjährigen Kind, den die Beamten mit Drohungen und Versprechen von seinem katholischen Glauben abbringen wollten, ist der Satz überliefert: „Die Freuden und Ehren des Lebens sind nur Schaum auf dem Wasser, wie der Morgentau auf den Gräsern. Die Freuden und Ehren des Himmels dagegen sind unvergänglich.“

S. 6
Ein geschichtsträchtiger Ort – Die Basilika des hl. Augustinus

Papst Benedikt XVI. unterstützt aus Mitteln seiner Privatschatulle die Restaurierung der Basilika des hl. Augustinus im algerischen Annaba. Annaba – das spätantike Hippo – ist eine Küstenstadt im Nordosten des heutigen Algerien.
Augustinus war von 396 bis zu seinem Tode 430 Hirte der blühenden christlichen Gemeinde, vor der er viele, uns heute noch erhaltene Predigten hielt. In Hippo entstanden mehr als hundert theologische Werke, vor allem seine „Bekenntisse“, seine Buch über die Dreifaltigkeit und der „Gottesstaat“.
Die päpstliche Spende ist auch von symbolischer Bedeutung. An diesem für das Christentum so wichtigen Ort soll der lebendige Glaube und die Erinnerung an den Kirchenlehrer Augustinus nicht verblassen.

S. 8
Für das ungeborene Kind – Ein Nachruf zum Heimgang von Trautemie Blechschmidt (1923-2012)

Als Mutter von vier Kindern und Gattin des Professors für Anatomie und Humanembryologie, Erich Blechschmidt, stand der Schutz des Lebens „von der Zeugung bis zum natürlichen Tod“ als wesentliche Aufgabe vor ihr. Gerade in einer Zeit, in der das menschliche Leben zur Diskussion oder mehr noch zur Disposition gestellt wird, dokumentiert die „Humanembryologische Dokumentationssammlung Blechschmidt“ im Anatomischen Institut der Universität Göttingen in einmaliger Weise die Individualität des Menschen vor der Geburt. Die treffendste Aussage in Bezug auf das vorgeburtliche Leben stammt von Professor Blechschmidt: „Ein Mensch entwickelt sich nicht zum Menschen, sondern als Mensch, er wird nicht Mensch, sondern ist Mensch von Anfang an!“

S. 13
Weniger Meßbesucher: ‘Trotz‘ oder ‚wegen‘ der Liturgiereform?

Es wird immer wieder behauptet, das kontinuierliche Schwinden der Meßbesucher sei nicht mit der Liturgieform in Verbindung zu bringen. Wenn man auch gewisse Tendenzen zur allgemeinen Säkularisierung bereits vor dem II. Vatikanum
mit in Rechnung stellen muß, so läßt sich jene Behauptung doch in einem gewissen Maße statistisch widerlegen.
Wenn aber der dramatische Rückgang des Gottesdienstbesuchs unmittelbar auf eine Liturgiereform folgt, dann liegt doch die Beweislast bei denen, die behaupten, es gäbe hier keinen Zusammenhang.

S. 30
Die „Thomasperikope“ (Joh 20,19ff.) – Erweis der wirklichen Auferstehung Jesu

Von Beginn an hat die christliche Verkündigung die Auferstehung Jesu als ein wirkliches Geschehen angesehen, das vom „Glauben“ unabhängig ist. Grundlegend für das Zeugnis von der Auferstehung ist nicht der Glaube daran, sondern das wirkliche Ereignis. Nicht der Glaube erzeugt das Sehen des Auferstandenen, sondern das Sehen führt die Ungläubigen und Zweifelnden zum Glauben.

S. 38
Eucharistische Anbetung – Der hl. Antonius Maria Claret über das Sprechen mit Jesus im allerheiligsten Sakrament

Der hl. Antonius Maria Claret (1807-1870) wurde 1950 von Pius XII. heiliggesprochen. Nur wenige seiner kräftigen spirituellen Texte sind leider ins Deutsche übertragen worden. Ein „Klassiker“ ist ein kurzer Text über die Anbetung des allerheiligsten Sakramentes, der den KU-Lesern als persönliche Anregung dienen soll. Vielleicht erwächst daraus ein Vorsatz für das Ende der Fastenzeit? Der hl. Antonius Claret schlägt seinem Leser die eucharistische Anbetung als eine persönliche Form vor, indem man wie ein Freund zum Freund zu Jesus spricht.

S. 40
Warum der Karfreitag dem Islam ein Greuel ist

Es ist wenigen bekannt, aber nach dem Koran ist Jesus nicht am Kreuz gestorben. Ein anderer Mann sei anstelle Jesu gekreuzigt worden. Gott hat Jesus dann aber den Augen der Juden entzogen. „Das zentrale Motiv … ist, daß der Islam sich nicht vorstellen kann, daß der Gesandte Gottes unterliegen könnte. Der Islam ist eine Religion des Siegens. Der Sieg wird aus militärischer Überlegenheit und noch mehr aus der inneren Überzeugung heraus errungen.“ (Christine Schirrmacher)