September 2016

Titelblatt

S. 14
Erinnerungen an den päpstlichen Hof Pius‘ XI. – Ein Gespräch mit Bernard Roland-Gosselin

Bernard Roland-Gosselin wurde vor dreiundneunzig Jahren in Rom geboren. Er wuchs im Schatten des Petersdomes als Sohn eines päpstlichen Kammerherrn auf, war Päpsten und Kardinälen nahe und erinnert sich an die Zeit, als Pius XI. die Lateranverträge sowie die Enzykliken Quas Primas und Mortalium Animos unterzeichnete. KU-Autor Jacques-Régis du Cray besuchte diese große französische katholische Persönlichkeit in Paris.

S. 20
45 Persönlichkeiten kritisieren „Amoris laetitia“ – Das apostolische Schreiben Amoris laetitia“: Eine theologische Kritik

Das Papstschreiben „Amoris laetita“ hat – um es vorsichtig auszudrücken – Verwirrung unter den Gläubigen hervorgerufen. Mittlerweile ist ein Brief von 45 Theologen – vor allem aus dem angelsächsischen Raum – an das gesamte Kardinalskollegium bekannt geworden. Die Unterzeichner wenden sich in einem Schreiben und einem theologischen Text an den Dekan des Kardinalskollegiums, S. Em. Angelo Kardinal Sodano, und an alle 212 Purpurträger: Die Kardinäle mögen sich beim Papst für eine Beseitigung von „Irrtümern“ in „Amoris laetita“ einzusetzen.
Die KU dokumentiert hier den theologischen Text in deutscher Übersetzung. Sie verzichtet auf die Veröffentlichung der Namen der Unterzeichner – alles ehrenwerte Persönlichkeiten -, um – wie es ein prominenter Publizist es formulierte – dem herrschenden Modernismus keine „Proskriptionslisten“ zu liefern.

S. 4
Sie ist bekümmert um unser Heil

„Wenn das göttliche Wort die Wunder vollbringt und seine Gnade spendet durch das Mittel seiner Menschheit, wenn er die Sakramente und die Heiligen gleichsam als Instrumente für das Heil der Seelen gebraucht, warum kann er sich nicht seiner allerheiligsten Mutter bedienen, um uns die Früchte der Erlösung zu spenden?“ (Papst Pius XII.)

S. 4
„Das ist Gnostizismus“

Bei seinem Polen-Besuch im Juli 2016 traf Papst Franziskus auch mit dem Polnischen Episkopat zusammen. Er beantwortete einige Fragen seiner Mitbrüder im Bischofsamt.

S. 5
Und weiter geht’s bergab

Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 15. Juli die aktuellen Zahlen über Kirchenaustritte, Taufen und Trauungen mitgeteilt. Angesicht dessen, was uns die Modernisten seit Jahrzehnten sagen, müßte die Kirche vor lauter Konversionen und Wachstum bereits in Schwierigkeiten kommen. Denn die Anpassung an die Welt und die „anthropologische Wende“, weg von Gott und hin zum Menschen, hat ja angeblich den Zweck, die Menschen wieder zu Christus zu führen. Die Zahlen belegen das Gegenteil und zwar sehr deutlich.

S. 6
Hexenprozesse – Bamberger Historiker korrigiert „landläufige“ Vorstellungen

Neben der „Inquisition“ und den „Kreuzzügen“ sind es vor allem die Hexenprozesse, welche schon lange für Schuldzuweisungen insbesondere an die katholische Kirche genutzt werden. Soviel zur landläufigen Vorstellung von der katholischen Kirche als Urheber der Hexenverfolgung.“ Richtig ist vielmehr, „dass die römische Amtskirche sehr skeptisch gegenüber der Hexenverfolgung war und sie eher abgelehnt hat. Dabei ist die prinzipielle Überzeugung, dass es Menschen gibt, die mit dem Teufel im Bund stehen, damals kaum bestritten worden. Aber über die Frage, wie dem Problem beizukommen sei und ob man deshalb massenhaft Prozesse führen sollte, wurde intensiv gerungen. Die Hexenprozesse kommen auf jeden Fall längst nicht an die ideologisch bedingten Millionen Massentötungen und Ausrottungsaktionen späterer „aufgeklärter“ Zeiten heran. Allein die Französische Revolution brachte es innerhalb kürzester Zeit, nämlich von 1792 bis 1794, zuwege, über 50.000 angebliche Revolutionsfeinde hinzurichten, eine Zahl, welche die Hexenprozesse erst nach 350 Jahren erzielten.

S. 8
Wider die Verharmlosung

In seinen Interviews „über den Wolken“ scheint der Papst besonders unklar zu sehen und regelmäßig Äußerungen von sich zu geben, die einen Realitätssinn und einfache logische Überlegungen vermissen lassen. So stellte er beim Rückflug vom Weltjugendtag in Krakau islamischen Terrorismus und christlichen Fundamentalismus auf eine Stufe. Dabei lässt der Papst immer offen, wen er mit den christlichen Fundamentalisten meint. Meint er protestantische Fundamentalisten in den USA? Oder meint er glaubenstreue Katholiken“? Dann möchten wir gerne wissen, wo diese Gewalttaten begangen haben und sich dabei auf die Hl. Schrift beriefen. Ein Papst, der Christen diffamiert, untergräbt seine eigene Autorität, die er aus seinem Petrusamt direkt von Gott erhalten hat. Er untergräbt damit die Autorität Gottes.

S. 9
Diffamierung von Lebensschützern und Christen

Noch nie hat ein evangelikaler Christ einen Abtreibungsarzt erschossen. Das hat der evangelikale Theologe Thomas Schirrmacher (Bonn) klargestellt. Er verwahrte sich gegen die Aussage des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke) im Fernsehen, in den USA gebe es „selbst ernannte Evangelikale, die der Meinung sind, sie könnten Abtreibungsgegner oder Abtreibungskliniken überfallen und Menschen umbringen, erschießen, die sich für Abtreibung einsetzen“

S. 10
Osterbotschaft des „leitenden Bischofs“ der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Deutschland: „Jesus nicht auferstanden!“

Gerhard Ulrich, Landesbischof der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche: „Jesus ist tot. Sein Leib verging wie jeder Menschenleib. Aber das, was ihm göttlich war, seine Sache und Haltung, seine Leidenschaft und sein Einsatz fürs wahre Leben, das lebt.“
Paulus, Apostel: „Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendsten unter allen Mensch. … Laßt euch nicht irreführen! Böser Umgang verdirbt gute Sitten.“ (1 Kor 15)

S. 13
Kardinal spricht von Genozid an Schwarzen

Wilfred Kardinal Napier, der Erzbischof von Durban (Südafrika) hat die Abtreibung in den USA gegeißelt. Er richtete auch einen Blick auf die vielen Kinder von schwarzafrikanischen Frauen, die im Mutterleib umgebracht würden.

S. 34
Kapitulation oder Aufbruch in der zwölften Stunde?

Mit einem empfehlenden Vorwort von S.Ex. Dr. Karl Braun, Erzbischof em. von Bamberg, ist im Sarto Verlag soeben das 150 Seiten starke Büchlein „Fatima-Sühneandacht zu den vereinten Herzen Jesu und Mariens“ erschienen. Wie es das Vorwort des emeritierten Erzbischofs deutlich macht, das wir im Folgenden dokumentieren, ist die Dringlichkeit, Sühne zu leisten, mehr denn je gegeben. Die Sühneandacht besteht aus zehn Abschnitten, die mit Auszügen aus der Botschaft von Fatima beginnen und so das Wesentliche dieser Botschaft Unserer Lieben Frau in Erinnerung rufen. So soll diese Andacht eine Hinführung sein, die Wünsche der Muttergottes zu erfüllen, um drohende Strafen abzuwenden, die Seelen der Sünder zu retten und eine Erneuerung der Kirche zu erbitten.

S. 38
An der Hand des Engels – Die hl. Gemma Galgani und ihre Freundschaft zum Schutzengel

Zu einer Zeit im Jahr, zu der die Tage kürzer werden, erinnert uns die Kirche an die Engel, die uns mit ihrer Gegenwart in das Licht Gottes führen wollen. So sagt es auch der Hebräerbrief unter Berufung auf den Psalmisten: „Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflmmen“ (Hebr 1,7). Auch das Bild des Windes paßt zu der Zeit des Herbstes, in der wir der Engel besonders gedenken. Die Kirche hat es von Beginn an immer verstanden, den natürlichen Jahreslauf mit den Festmysterien des Kirchenjahres auf symbolische Weise genial zu verbinden.

S. 42
Was ist Philosophie? (Teil XXI)

Was ist Philosophie? Was ist der Mensch? Wozu ist er da? Die KU setzt hier eine Artikelreihe fort, die den interessierten Leser an die großen Fragen des philosophischen Denkens heranführen will. Die Autorin ist eine Ordensfrau aus dem Dominikanerorden, die ungenannt bleibt. In dieser Ausgabe
beschäftigt sie sich mit der Tugendlehre.

S. 50
Neuevangelisierung: Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht (Teil 46)

Wir hatten in dieser Artikelserie bisher häufiger vom allegorischen Sinn der Heiligen Schrift gesprochen, der in der traditionellen Kategorisierung drei verschiedene Formen kennt, so daß man mit dem Literalsinn zusammen vom „vierfachen Schriftsinn“ spricht. Vom allegorischen Sinn wäre an sich der typologische zu unterscheiden, obwohl nicht immer diese Differenzierung bei der Bestimmung eines geistlichen Sinns vorgenommen wird. Aber sowohl typologische Deutungen als auch allegorische vorzunehmen, geht in beiden Fällen bereits auf das Neue Testament zurück.