Juli/August 2017

Titelblatt

S. 14
Deutschlands Zukunft – eine Prophetie

Im Gesamtkontext der ‚Botschaft von Fatima‘ bezieht sich eine prophetische Aussage auf unser Land. Schwester Lúcia schreibt am 19. März 1940 einen Brief an Ludwig Fischer, Priester und Professor für Kirchengeschichte in Bamberg. Er enthält eine gerade heute tröstende, ja kühne Hoffnungen weckende Verheißung, die mit der Rußlandprophetie Fatimas verknüpft zu sein scheint. Wie diese ist auch die Deutschlandprophetie bislang nur teilweise erfüllt.

S. 20
„O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns ...“ - Vor hundert Jahren gründete der hl. Maximilian Kolbe die „Militia Immaculatae“

Das Jahr 1917 war ein Epocheneinschnitt. Für die Welt und für die Kirche. In den Schutzengraben verblutete eine ganze Generation. Der große Abfall des Menschen von Gott hatte in der Russischen Oktoberrevolution von 1917 seinen sichtbarsten Ausdruck gefunden. Der Modernismus zerfraß die Fundamente des katholischen Lebens. Der hl. Maximilian Kolbe setzte den Kräften der maximalen Gottesferne die der maximalen Gottesnahe entgegen. Unter dem Banner der allerseligsten und von der Erbsünde bewahrten Jungfrau Maria gründete er eine ritterliche Gebets-, Sühne- und Apostolatsgemeinschaft: die Miliz der Unbefleckten. Die Kirchliche Umschau sprach mit Pater Karl Stehlin, der diese große Intuition des Auschwitz-Märtyrers aufgegriffen und erneuert hat.

S. 28
»Ehe für alle« - Ein Meisterstück der Manipulation

Die Ehe wurde immer als „konservative Institution“ gesehen. Friedrich Engels hatte sie als Herrschaftsinstrument der Männer verteufelt, sich des Besitzes der Frauen zu bemächtigen. Noch die Achtundsechziger und die feministischen Bewegungen hatten das Ziel, die Ehe ebenso wie die Familie als repressive bürgerliche Institutionen auszumerzen.  Plötzlich aber wurde sie revolutionär unter dem Slogan „Ehe für alle“! Diese Mutation erklärt sich dadurch, daß es eigentlich nicht die Ehe ist, um die es geht, sondern die Destruktion der Komponenten, welche die Norm menschlicher Reproduktion bisher ausmachten: der Unterschied der Geschlechter, ein Paar aus Vater und Mutter sowie die Abstammung. Papst Benedikt XVI. nannte es eine „anthropologische Revolution“: „Es wird sichtbar, daß dort, wo Gott geleugnet wird, auch die Würde des Menschen sich auflöst.“

S. 4
Monat des Kostbaren Blutes Jesu Christi

Wir sind erlöst durch das Kostbare Blut. Das ist der oberste Glaubenssatz des Christentums! Aber die Gnaden, die im Herzen Jesu wie in einem riesigen Reservoir aufbewahrt sind, bedürfen eines Kanals, durch den sie den Menschen zugewendet werden. Dieser Gnadenkanal des Kostbaren Blutes ist die hl. Messe.

S. 4
Neuer Katholischer Patriarch in Syrien

S. Seligkeit Yousseff Absi ist der neue Patriarch der mit Rom verbundenen griechisch-melkitischen Kirche. Er wurde von den 29 Prälaten der Bischofssynode dieser katholischen Ostkirche gewählt. Die Wahl wurde noch am gleichen Tag von Papst Franziskus bestätigt

S. 5
Für eine bleibende christliche Präsenz im Irak

Ungarn stellt für den Wiederaufbau eines vom IS zerstörten Dorfs im Irak zwei Millionen Euro zur Verfügung. Eine entsprechende Vereinbarung schlossen der chaldäisch-katholische Patriarch Louis Raphael I. Sako und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán im Juni in Budapest.

S. 5
Der Papst ist nicht der Messias

Bei der Vorstellung der italienischen Ausgabe seines Buches „Die Botschaft der Hoffnung: Gedanken über den Kern der christlichen Botschaft“ erklärte Gerhard Kardinal Müller der Agentur CNA, es habe ihn „beeindruckt, dass einige erbitterte Feinde von Johannes Paul II. und Benedikt XVI., die zu anderen Zeiten das Fundament der Theologie untergraben hatten, sich nun zu einer Form von Papismus konvertiert haben, der mir ein bisschen Angst macht“.
Kardinal Müller wurde am 2. Juli nach fünjähriger Amtszeit von Papst Franziskus als Präfekt der Glaubenskongregation abberufen.

S. 6
Libanon unter Mariens Schutz

Der maronitische Patriarch, S. Em. Kardinal Bechara Boutros Rai, hat am 25. Juni im portugiesischen Marienheiligtum Fatima den Libanon und den Nahen Osten dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht. An der Zeremonie in Fatima nahmen zahlreiche staatliche Vertreter aus dem Libanon teil.

S. 6
Neuer Vikar des Papstes für das Bistum Rom

Die Sorge für das Bistum Rom überläßt der Papst einem Generalvikar, der die seelsorgliche und verwaltungsmäßige Leitung ausübt. Neuer Generalvikar ist der bisherige römische Weihbischof Angelo De Donatis. Zum ersten Mal übernimmt damit ein Nicht-Kardinal diese wichtige pastorale Aufgabe an der Spitze des „Vikariates der Stadt“.

S. 6
Australien – Zahl der Katholiken fällt

Die Zahl der Katholiken in Australien ist pro forma auf 22 Prozent gefallen. Die ca. 5 Millionen Seelen gehören zu vierzig Erzbistümern und Bistümern. Die hohe Säkularisierung und furchtbare Skandale um klerikalen Mißbrauch führen bei vielen Katholiken zu einer Erosion des Glaubens.

S. 6
Ein deutsches Auto ganz in weiß

Der Kirchenstaat mit 0,44 Quadratkilometer soll vollständig auf „erneuerbare Energien“ umgestellt werden. Angesichts der relative hohen Dichte von CO2-Erzeugern (ca. 1000 Menschen und das Nutzvieh des vatikanischen Bauernhofes in Castel Gandolfo) ist der Kampf gegen den Klimawandel rund ums Petrusgrab gar nicht so einfach. Doch ein Anfang ist gemacht. Der Vorstandsvorsitzende der Adam Opel AG, Karl-Thomas Neumann, überbrachte Papst Franziskus medienwirksam das neueste Spar-Produkt des Autokonzerns als Geschenk: einen Opel Ampera-e. Dieses Elektroauto hat immerhin 500 Kilometer Reichweite.

S. 8
Rußland – Reliquienverehrung ungebrochen

Im Rahmen des modernen Ökumenismus hat Papst Franziskus vom 21. Mai bis zum 28. Juli 2017 die Reliquien des hl. Nikolaus nach Moskau und Sankt Petersburg ausgeliehen. Über eine Million (!) Menschen aus Rußland, Weißrußland und der Ukraine besuchten allein bis Ende Juni den kostbaren Goldschrein des hl. Nikolaus als Pilger.

S. 9
Samaritaner waren fast ausgestorben

Wie kaum eine andere Figur aus den Gleichnissen Christi ist die des „barmherzigen Samariters“ in den alltäglichen Sprachgebrauch eingegangen. Kaum einer weiß aber etwas mit dem Volk der Samariter (oder besser: Samaritaner) anzufangen, das es auch heute noch gibt.

S. 9
Samaritaner waren fast ausgestorben

Wie kaum eine andere Figur aus den Gleichnissen Christi ist die des „barmherzigen Samariters“ in den alltäglichen Sprachgebrauch eingegangen. Kaum einer weiß aber etwas mit dem Volk der Samariter (oder besser: Samaritaner) anzufangen, das es auch heute noch gibt.

S. 10
Lebensschützer unglücklich über Papsternennung

Papst Franziskus hat 2016 die bisherige Satzung der „Päpstlichen Akademie für das Leben“, die den unbedingten Einsatz für das Lebensrecht vorschrieb, überarbeitet“. Außerdem wurde die Akademie „ökumenisch“ geöffnet: Berufen wurde auch der Anglikaner Nigel Biggar, der die Ansicht vertritt, Abtreibungen bis zur 18. Schwangerschaftswoche sollten legal sein, weil dies der früheste Zeitpunkt sei, zu dem Gehirntätigkeit und damit Bewußtsein gegeben sei. Vorher sei der Status des Fötus „ungewiß“. Genau diese Argumentationslinie hat Papst Johannes Paul II. dazu veranlaßt, die „Päpstliche Akademie für das Leben“ am 11. Februar 1994 mit dem Motu Proprio „Vitae mysterium“ zu gründen.

S. 10
Christen als „Kollaborateure“ denunziert

Syrien, Irak, Nigeria: Immer mehr Christen werden verfolgt. Das sagte der Generaldirektor des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, Yves Daccord, in einem Interview mit Radio Vatikan. Das soziale Gefüge im Nahen Osten ist zerstört, und die Christen würden von Islamisten als „Kollaborateure“ des Westens denunziert

S. 11
Nachbau der Sixtinischen Kapelle

In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires soll ein exakter Nachbau der Sixtinischen Kapelle errichtet werden. Allerdings nicht aus gottesdienstlichen Gründen. Die Replik soll als Museum das großartige Bildprogramm breiten Kreisen erschließen

S. 11
Kardinal Meisners Testament: Folgen Sie seiner Weisung

Der am 5. Juli verstorbene Joachim Kardinal Meisner hat ein bemerkenswertes geistliches Testament hinterlassen. Der stellvertretende Kölner Generalvikar Msgr. Markus Bosbach erklärte dazu: „Im Frühjahr hat mich Kardinal Meisner zu sich gebeten. … Dann gab er mir auch das geistliche Testament. Er sagte: ‚Lesen Sie es ruhig mal durch‘. Das habe ich gemacht und bin dann natürlich hängengeblieben an diesem kleinen Abschnitt, wo es um den Petrusdienst, um das Papstamt geht. Ich habe gesagt: ‚Herr Kardinal, da spürt man aber doch sehr deutlich, dass Sie das in der Amtszeit von Papst Benedikt geschrieben haben‘. Dann wurde er ganz ernst und sagte: ‚Nein, das gilt auch jetzt, das gilt auch für mich jetzt. Der Papst ist der Petrus von heute, und der ist mir nicht egal, auch wenn ich mal mit ihm und manchen Äußerungen so Schwierigkeiten habe, aber das ist der Papst. Und da lasse ich auch nicht von ab‘.“

S. 12
Kardinals Müllers Absetzung: Innerhalb einer Minute

Nach fünfähriger Amtszeit an der Spitze der Glaubenskongregation hat Papst Franziskus Kardinal Gerhard Müller abberufen. Der 69jährige Kardinal hatte das Amt des Präfekten seit 02. Juli 2012 inne.
Laut eigener Aussage war Müller vollkommen überrascht von seiner Abberufung. Papst Franziskus habe ihm am letzten Arbeitstag seiner fünfährigen Amtszeit als Präfekt der Glaubenskongregation „innerhalb einer Minute seine Entscheidung mitgeteilt“, das Mandat nicht zu verlängern. Ihm seien auch keine Gründe genannt worden.

S. 12
Gebet für verschwundenen Bischof

Msgr. Peter Shao Zhumin, der katholische Untergrundbischof von Wenzhou, einer südost-chinesischen Millionenstadt, ist von der chinesischen Regierung inhaftiert worden. Das Päpstliche Missionswerk hat zum Gebet für den Bischof aufgerufen.

S. 12
Auf dem Stuhl des Hl. Ambrosius

Mailand: Das größte Bistum Europas hat einen neuen Bischof: Papst Franziskus hat den altersbedingten Rücktritt von Kardinal Angelo Scola
(75) angenommen und Weihbischof Mario Enrico Delpini zum Nachfolger des hl. Ambrosius und des hl. Karl Borromäus ernannt.

S. 13
Fünf neue Kardinäle

Am Vigiltag des Festes der Apostelfürsten Petrus und Paulus hat Papst Franziskus fünf neue Kardinäle aus der Klasse der Kardinalpriester kreiert. Keiner von ihnen kommt aus der römischen Kurie oder ist Italiener.

S. 33
Das ist erst der Anfang – Stimmen zum bundesdeutschen Paradigmenwechsel

Die linksradikale „tageszeitung“ (30. Juni) sprach aus, was eine gewisse Lobby will: „Politik besteht immer aus Etappenzielen. Deswegen ist die Gleichstellung von homosexuellen Paaren ein Erfolg. Solange Privilegien an die Ehe geknüpft sind, müssen auch Homopaare in ihren Genuß kommen. Aber die nächste Etappe ist auch klar: Es ist Zeit, die Eheprivilegien abzuschaffen.“
Ehe für alle ist Ehe für keinen. Es geht also um die Abschaffung der Ehe überhaupt.

S. 40
Der Mensch –  „ein biochemischer Algorithmus“?

Seit dem Erscheinen seines inzwischen zum Weltbestseller aufgestiegenen „Homo Deus“ haben die Zukunftsspekulationen des israelischen Historikers Harari größtes Aufsehen in der Öffentlichkeit erregt, jedoch mit sehr unterschiedlichen Einschätzungen. Während das Gros der Medien „die Geschichte von Morgen“ (so [!] der Untertitel) als fragwürdige Prognose versteht und dem Autor vorwirft, aktuelle Tendenzen speziell in den Biowissenschaften und der Computertechnologie zu einem dystopischen Science-Fiction-Szenario hochzurechnen und apokalyptische Ängste zu verbreiten, sieht eine Minderheit in dem Werk den Versuch, heutige Dilemmata zu erörtern, und eine Einladung, die Zukunft zu verändern.

S. 50
Des heiligen Basilius Lob auf die Blutzeugin Julitta – Sie streute den Weihrauch nicht

Eine Lobrede des hl. Basilius des Großen (330–379) auf die hl. Julitta (+ nach 303) ist eine einzigartige Quelle für das Leben der Märtyrerin, die die Kirche am 30. Juli in ihren liturgischen Buchern feiert. Die Blutzeugin lebte Anfang des 4. Jahrhunderts in Casarea in Kappadozien (heute Kayseri in der Zentraltürkei). Die vermögende Julitta wurde von einem habsüchtigen Heiden in ein einen ungerechten Prozeß verstrickt, mit dem er sich ihren gesamten Besitz aneignen wollte. Bestechung der Richter und die gekaufte Zeugen sollten diesen Raub „legalisieren“. Julitta konnte sich nicht wehren, daß es ihr als Christin nicht erlaubt war, vor Gericht zu klagen.  Julitta wurde vor die Wahl gestellt, den Göttern zu opfern oder ihr Vermögen zu verlieren. Sie wählte die Treue zu Christus.

S. 50
Des heiligen Basilius Lob auf die Blutzeugin Julitta – Sie streute den Weihrauch nicht

Eine Lobrede des hl. Basilius des Großen (330–379) auf die hl. Julitta (+ nach 303) ist eine einzigartige Quelle für das Leben der Märtyrerin, die die Kirche am 30. Juli in ihren liturgischen Buchern feiert. Die Blutzeugin lebte Anfang des 4. Jahrhunderts in Casarea in Kappadozien (heute Kayseri in der Zentraltürkei). Die vermögende Julitta wurde von einem habsüchtigen Heiden in ein einen ungerechten Prozeß verstrickt, mit dem er sich ihren gesamten Besitz aneignen wollte. Bestechung der Richter und die gekaufte Zeugen sollten diesen Raub „legalisieren“. Julitta konnte sich nicht wehren, daß es ihr als Christin nicht erlaubt war, vor Gericht zu klagen.  Julitta wurde vor die Wahl gestellt, den Göttern zu opfern oder ihr Vermögen zu verlieren. Sie wählte die Treue zu Christus.

S. 53
Neuevangelisierung. Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht (Teil 56) – Luthers Ablehnung der katholischen Transsubstantiationslehre

Man soll sich nicht täuschen und, wie heute immer wieder anzutreffen, die immensen Unterschiede zwischen (traditioneller!) katholischer und protestantischer (und leider eben auch „neukatholischer“) Sakramentsauffassung nivellieren. So entspricht auch Luthers Lehre von einer gewissen Gegenwart Jesu in seinem „Abendmahl“ keineswegs mehr dem traditionellen Glauben der Kirche, auch wenn dies im ökumenistischen Überschwang heute gelegentlich behauptet wird.